Richtig Starthilfe geben

Eine leere Batterie ist Pannenursache Nummer eins. In vielen Fällen lässt sich das Problem leicht selbst beheben.  
Thomas Schuster, Kraftfahrzeugexperte der Sachverständigenorganisation KÜS © KÜS

SP-X/Köln. Frage: „Was muss ich beachten, wenn ich einem Auto Starthilfe gebe?“

Antwort von Thomas Schuster, Kraftfahrzeug-Experte der Sachverständigen-Organisation KÜS: Im Winter muss die 12-Volt-Batterie Schwerstarbeit leisten. Die niedrigen Temperaturen beeinflussen die chemischen Abläufe in ihrem inneren negativ, Zusatzverbraucher wie Licht, Sitzheizung und Scheibenwischer erhöhen gleichzeitig die Anforderungen an sie. Vor allem an den ersten Frosttagen machen daher viele Energiespeicher schlapp.  

In einem solchen Fall benötigt man entweder ein entsprechendes Starthilfegerät (einen sogenannten Startbooster) oder ein Starthilfekabel und ein zweites Fahrzeug, das über eine intakte und geladene Batterie verfügt. Das Starthilfekabel sollte ordentlich dimensioniert und isoliert sein. Auf der sicheren Seite ist man, wenn es die DIN-Norm 72.553 beziehungsweise die ISO-Norm 6722 trägt.

Zunächst müssen beide Fahrzeuge so geparkt werden, dass man die Pole der Batterien mit dem zur Verfügung stehenden Starterkabels ordentlich Verbinden kann – Vorher also erst mal schauen, wo die Akkus jeweils montiert sind.

Zunächst verbindet man dann bei ausgeschalteter Zündung an beiden Fahrzeugen die beiden Pluspole der Batterien miteinander. Die Pluspole sind deutlich mit einem Plus-Zeichen markiert und normalerweise an der roten Schutzabdeckung zu erkennen. Es gibt hier allerdings leider auch Fahrzeuge ohne Farbgebung und einige wenige Fahrzeughersteller weichen sogar von der Farblogik ab. Anschließend wird am Minuspol der Batterie des Hilfsfahrzeugs eine schwarze Klemme des Kabels angebracht. Die Minuspole sind normalerweise ebenfalls gut erkennbar, sie tragen ein Minus-Zeichen. Die andere schwarze Klemme wird nun an einem Metallteil im Motorraum des Pannenfahrzeugs befestigt um Funkenbildung zu vermeiden..

Nun wird der Motor des Hilfsfahrzeugs gestartet. Danach versucht man den Motor des Pannenautos zum Leben zu erwecken. Springt er nicht sofort an, versucht man es nach einigen Sekunden noch einmal. Falls nichts passiert, empfiehlt es sich, die Anschlüsse nochmals zu prüfen und sicherzustellen, dass tatsächlich Strom von Kontakt zu Kontakt fließen kann. Reagiert der Motor des Pannenfahrzeugs immer noch nicht, verhindern wohl andere Gründe als eine schlappe Batterie das Anspringen. In diesem Fall sollte man sich an seine Werkstatt wenden, denn weitere Startversuche könnten etwa bei Benzinern den Katalysator schädigen und so teure Folgeschäden verursachen.

Dreht der Anlasser und startet der Motor, lässt man ihn zunächst eine Weile laufen. Außerdem sollten im frisch gestarteten Pkw starke elektrischer Verbraucher wie zum Beispiel Gebläse, Heckscheibenheizung oder Klimaanlage eingeschaltet werden. Das vermeidet etwaige Spannungsspitzen beim Entfernen der Kontakte, was möglicherweise empfindliche Steuergeräte schädigen könnte. Anschließend werden die Klemmen wieder entfernt, und zwar in umgekehrter Reihenfolge. Das heißt, zunächst wird die schwarze Klemme vom Pannenfahrzeug gelöst, danach die andere schwarze vom Minuspol des Hilfsfahrzeugs. Anschließend klemmt man die rote Klemme am „reanimierten“ Fahrzeug ab, dann die andere.

Die elektrischen Verbraucher schaltet man wieder aus und dann unternimmt am besten eine längere Fahrt, so dass sich die Batterie wieder aufladen kann. Muckt die Batterie jedoch beim nächsten Starten erneut, hilft meistens nur noch ein Austausch.

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