Auf dem Auto schlafen: Was man bei Dachzelten beachten muss

Spontan mit Auto und Zelt ins Grüne fahren? Wer dabei nicht auf dem harten Boden schlafen will, kann auf Dachzelte zurückgreifen. Dabei gibt es aber ein paar Punkte zu beachten.
Auf dem Dach zelten? Wer nicht auf dem Boden schlafen will, kann auf Dachzelte zurückgreifen. Sieben Modelle ohne Hartschale hat der ADAC in seinem aktuellen Test überprüft und alle gelobt. © Rasmus Kaessmann/ADAC/dpa-tmn

Auf dem Autodach zu zelten klingt im ersten Moment ungewöhnlich, kann aber viele Vorteile haben: In Dachzelten sind Camper vor Schlamm und unebenem Boden geschützt. Doch passt jedes Zelt auf jedes Auto? Worauf Sie vor dem ersten Campingtrip achten sollten.

Wer ein Dachzelt auf seinem Auto montieren möchte, sollte vorab prüfen, wie hoch die dynamische Dachlast ist. Dabei handelt es sich um das maximale Gewicht, das auf einem Fahrzeug während der Fahrt lasten darf. Beträgt die gesamte dynamische Dachlast beispielsweise 75 Kilo, dürfen Dachzelt und Dachquerträger zusammen nicht über diesen Wert kommen. Steht das Auto, spricht man von der statischen Dachlast. Diese ist um ein Vielfaches höher.

Vorab checken, ob Auto Montagebedingungen erfüllt

Grundsätzlich können Camper laut ADAC aber auf jedem Modell, das eine Dachlast erlaubt, ein Dachzelt montieren. In der Betriebsanleitung des Fahrzeugherstellers und auch auf der Webseite des ADAC finden sich entsprechende Informationen dazu. Für manche Modelle seien jedoch eine Dachreling - eine Strebe, die über die gesamte Dachlänge angebracht ist - oder zumindest ein Anschraubpunkt für Dachquerträger notwendig.

Daran werden die Zelte im Anschluss mit vier Klemmschellen befestigt. Wer bereits Dachträger für eine Dachbox oder einen Fahrradträger besitzt, könne diese für das Dachzelt ebenso nutzen, so der ADAC.

Kaufentscheidung: Hartschale oder Klappdachzelt?

Eignet sich das Auto für die Befestigung, stellt sich die Frage: Ein Zelt mit Hartschale oder doch eher ein Klappdachzelt? Laut ADAC ähneln Modelle mit einer Hartschale einer sehr großen Dachbox und sind wetterbeständiger, aerodynamischer und innerhalb weniger Sekunden aufgebaut.

Klappdachzelte bieten hingegen meist mehr Liegefläche und Innenhöhe, sind leichter und in zusammengefaltetem Zustand in der Regel auch kleiner und brauchen daher weniger Dachfläche. Zudem seien diese Modelle meist günstiger.

Testergebnis der Dachzelte fällt positiv aus

Sieben Modelle ohne Hartschale hat der ADAC in seinem aktuellen Test überprüft und alle gelobt. Sechs haben die Note «gut» und das Modell «Thule Tepui Autana» sogar die Note «sehr gut» erhalten. Überprüft wurden der Auf- und Abbau, die Verarbeitung, Wetterfestigkeit, die Schadstoffbelastung sowie der Komfort beim Camping.

Wer gute Qualität haben will, muss laut Testergebnis zwar nicht das teuerste Modell wählen. Mehr Geld als für herkömmliche Zelte sollte man dennoch einplanen. Die getesteten Modelle lagen zwischen 2000 und über 3000 Euro. Der Rat der Tester lautet daher: Vor dem ersten Ausflug am besten ein Modell probeweise ausleihen und sich beim Kauf gut beraten lassen. Außerdem sollten mindestens zwei bis vier Menschen beim Aufbau helfen. Denn einige Dachzelte seien sehr schwer.

© dpa
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