Welches Fahrradtransportsystem fürs Auto ist am besten?

Wer seine Fahrräder mit in den Urlaub nehmen will, greift meist auf Trägersysteme fürs Dach, für die Heckklappe oder die Anhängerkupplung zurück. Der ADAC hat sich die drei Systeme genauer angeschaut.
Huckepack: Wer mit dem Auto Fahrräder transportieren will, kann das auch auf dem Dach machen. © Ralph Wagner/ADAC/dpa-tmn

Für den Transport von Fahrrädern mit dem Auto eignen sich Trägersysteme für die Anhängerkupplung am besten. Zu diesem Ergebnis kommt ein ADAC-Test von drei verschiedenen Systemen. Die stellvertretend für ihre Gattung untersuchten Modelle wurden in Handhabung, Transportsicherheit und Mehrverbrauch getestet. Träger für die Heckklappe oder das Dach haben hier das Nachsehen.

Insgesamt positiv: Bei Fahrprüfungen mit Vollbremsungen und Ausweichmanövern verhielten sich alle vorbildlich. Weder ein Verrutschen von System oder E-Bikes noch Beschädigungen am Auto waren zu bemängeln. Die weiteren Ergebnisse im Überblick:

  • Systeme für die Anhängerkupplung: Wer die Räder mit Systemen für eine Anhängerkupplung transportiert, profitiert vom geringsten Mehrverbrauch von rund sechs Prozent bei Tempo 130, die Räder sind größtenteils im Windschatten des Autos.

Auch einfache Handhabung beim Anbau und Beladung werden gelobt. Der Träger kommt meist vormontiert. Zudem halten abklappbare Systeme den Kofferraum zugänglich. Allerdings ist eine Anhängerkupplung erforderlich, die weitere Kosten für Kauf und Montage bedeutet.

Das Dach ist nicht immer für jedes Bike geeignet

  • Systeme fürs Dach: Der Aufbau des getesteten und mit Abstrichen empfehlenswerten Systems für das Autodach geht auch für Laien klar. Zudem ist der abgebaute Träger meist platzsparender unterzubringen als die anderen zwei.

Allerdings sind laut ADAC für das Be- und Entladen unbedingt zwei Personen nötig, speziell bei hohen Autos wie einem SUV. Auch die erlaubte Zuladung ist nicht für jedes E-Bike geeignet. Das zeigte sich beim Crashtest mit einem rund 22 Kilo schweren E-Bike. Das bedeutete an der Stelle eine rund zehnprozentige Überladung.

Dabei kollabierte das Aluprofil des Querträgers an den sogenannten T-Nut-Verbindungen des Systems, das E-Bike flog vom Dach. Für schwere Räder eignen sich in der Regel Modelle besser, die den Querträger voll umschließen, etwa solche mit U-Bügeln. Für leichtere Räder bieten die oft komfortabler zu montierenden T-Nut-Modelle meist ausreichende Zuladungslimits.

Mit rund 34 Prozent bei 130 km/h ist auf dem Dach auch der Mehrverbrauch deutlich, stehen die Räder doch im prallen Fahrtwind.

Viel Verbrauch an der Heckklappe

  • Systeme für die Heckklappe: Der untersuchte Träger für die Heckklappe bildet im Test das Schlusslicht. Er wird oben in die Klappe eingehängt und unten verspannt. Der Kofferraum lässt sich bei montierten Rädern so nicht mehr öffnen.

Es ist zwar für viele Modelle und in mehreren Varianten erhältlich, muss aber unter anderem «mühsam» zusammengebaut werden. Beim Crashtest hakte sich das System am Auto aus, die Räder fielen runter.

Der Transport mit der Anhängerkupplung und auf dem Dach ist laut ADAC von den Autoherstellern vorgesehen. Für die zusätzliche Last an der Heckklappe gilt das oft nicht. Im Zweifel vor dem Kauf lieber mit Hersteller oder Werkstatt reden.

Der Mehrverbrauch liegt bei rund 44 Prozent bei 130 km/h, weil die weiter oben montierten Räder teils breit im Wind stehen. Vorteil von diesem und ähnlichen Modellen: eine Anhängerkupplung ist nicht nötig.

Bei Kauf und Gebrauch auf zulässige Lasten achten

Beim Kauf ist je nach System auf die zulässige Achslast, die zulässige Dachlast und die zulässige Stützlast der Anhängerkupplung zu achten. Zudem hat jedes Trägersystem eigene Zuladungsgrenzen.

Das zulässige Gesamtgewicht des Autos darf ebenfalls nicht überschritten werden. Das kann gerade bei schweren E-Bikes und einem für den Urlaub vollgepackten Auto schon eng mit der erlaubten Zuladung werden. Wichtig ist also, das exakte Gewicht der Räder zu kennen.

© dpa
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