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Ägypten-Ausstellung: Ramses II. Sarkophag kommt nach Köln

Ramses II. galt als mächtiger Herrscher des Alten Ägyptens - nun soll man seiner Aura in Köln nahe kommen können. Die Ausstellung «Ramses & das Gold der Pharaonen» kommt erstmals nach Deutschland.
Sarkophag von Ramses II. kommt für Ägypten-Ausstellung nach Köln
Der Sarkophag von Ramses II. wird in der Grande Halle de la Villette in Paris aus einer Transportkiste geholt. © Sabine Glaubitz/dpa

Eine große Ausstellung über das Alte Ägypten kommt nach Köln - mitsamt des kostbaren Sarkophags von Ramses II., der auch Ramses der Große genannt wird. Das kündigte das Museum Odysseum an, in dem die Schau vom 13. Juli an für begrenzte Zeit zu sehen ist. Es sei das erste Mal überhaupt, dass die Ausstellung «Ramses & das Gold der Pharaonen» in Deutschland gezeigt werde. Unter anderem in Paris hatte sie für großes Aufsehen gesorgt. Auch in Houston, San Francisco und Sydney war sie zu sehen.

Die Ausstellung umfasst mehr als 180 Artefakte und ägyptische Schätze, darunter Sarkophage, mumifizierte Tiere, Schmuck, königliche Masken und Amulette. Viele davon hätten Ägypten zuvor noch nie verlassen, erklärte das Museum. Alle Objekte stammten aus Museen und historischen Stätten in Ägypten und seien Leihgaben des ägyptischen Obersten Rates für Antiquitäten. Zudem gehört ein Virtual-Reality-Erlebnis zum Konzept.

Herzstück und größter Hingucker ist allerdings der Sarkophag von Ramses II. - «einer der bemerkenswertesten königlichen Särge», die je im Alten Ägypten entdeckt worden seien. Köln sei weltweit erst die dritte Stadt nach Paris und Sydney, in der das Artefakt zusammen mit den anderen Schätzen ausgestellt werde. Der geschnitzte Zedernsarg war 1811 in einer archäologischen Grabstätte am westlichen Ufer des Nils entdeckt worden.

Ramses II. gilt als großer Pharao, dem zahlreiche Superlative zugeschrieben werden. Er wurde um 1303 v. Chr. geboren und starb in einem Alter von mehr als 90 Jahren 1213 v. Chr. Mit einer Amtszeit von 66 Jahren war er eines der am längsten amtierenden Staatsoberhäupter der Welt. Zudem hatte er angeblich mehr als 100 Kinder und ließ zahlreiche Paläste und Tempel erbauen.

«Wir sind stolz und fühlen uns geehrt, diese außergewöhnliche Ausstellung im Odysseum in Köln präsentieren zu können. Es ist eine große Freude, diese äußerst seltenen Objekte in einer Schau zu zeigen, in der die Besucher ihre erstaunliche Schönheit und ihre langanhaltende Geschichte hautnah erleben können», erklärte Andreas Waschk von der verantwortlichen Explorado Group in Köln.

Köln ist nach Angaben der Veranstalter die vorerst letzte Station in Europa - dann reist die Ramses-Schau weiter nach Asien. Tickets sind ab dem 14. März erhältlich.

© dpa
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