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Hilfe für Hilflose: Der ZDF-Film «Ich entscheide für Dich»

Ein Schicksalsschlag kann jeden Menschen jederzeit treffen. Doch was passiert, wenn jemand danach völlig hilflos ist? Über die Rolle der Familie in solchen Fällen berichtet eine «37 Grad»-Reportage.
«Ich entscheide für Dich. ....»
Hilde (60) zu Besuch bei ihrem Mann. Er sitzt seit seinem Unfall im Rollstuhl. © Florian Hellwig/ZDF/dpa

Ein Unfall oder eine schwere Erkrankung kann jeden treffen - auch vollkommen unerwartet. Oft können Menschen dann ihre Angelegenheiten nicht mehr allein regeln. Mut machende Beispiele von Angehörigen, die zu Betreuern werden, gibt es in der Reportage «Ich entscheide für Dich» aus der Reihe «37 Grad» zu sehen. Sie läuft an diesem Dienstag um 22.15 Uhr im ZDF.

Mit einer Vollmacht haben Hilde (60) und ihr gleichaltriger Mann beizeiten alles geregelt: Sie möchten füreinander einstehen, sollte das einmal nötig sein. Leider kommt es genau so: Hildes Mann stürzt von einer Leiter und erleidet einen Hirnschaden. Mit der Vorsorgevollmacht, zu der auch eine Patientenverfügung gehört, kann Hilde nun für ihren Mann entscheiden. Die Formulare sind das eine - die Briefträgerin muss sich auch weiterhin um ihr eigenes Leben kümmern. Auf ihr Gehalt ist sie mehr denn je angewiesen, denn das Einkommen ihres Mannes, der als Maler und Lackierer gut verdient hatte, fehlt nun - er lebt in einer speziellen Einrichtung.

Die Malermeisterin Lydia (48) wohnt nur zwei Häuser entfernt von ihrem großen Bruder Bernd (52), der seit seiner Geburt eine seltene Erkrankung hat, durch die er geistig und körperlich behindert ist und im Alltag viel Unterstützung benötigt. Noch kümmern sich Bernds Eltern Monika (78) und Alfred (80) um Behördenschreiben, Arztbesuche oder viele Fahrdienste (Musik- und Sportgruppen), doch Lydia ringt sichtlich mit sich, ob sie zukünftig die Dinge für Bernd verantwortungsvoll regeln kann und möchte. Sie wird schließlich eine respektable Entscheidung treffen.

Matthias (61) leitet einen Betreuungsverein, ist seit 30 Jahren rechtlicher Betreuer und kann vom Betreuungsgericht eingesetzt werden, wenn keine Vollmachten seitens des Patienten vorliegen. Die 21 Menschen, für die er als Betreuer zuständig ist, haben oft keine Angehörigen. Oder die Familie ist mit der Situation überfordert. Matthias stellt klar, dass stets der Patient und die Angehörigen mit ihren Wünschen und Entscheidungen im Vordergrund stehen, und kümmert sich auch um finanzielle Belange.

Die Autoren Ann-Kristin Danzenbächer und Florian Hellwig («Terra Xpress - Plötzlich ist das Wasser weg») nehmen sich anhand dieser drei Fälle ein ganz besonderes und wichtiges Thema vor. Das gelingt ihnen sehr einfühlsam; bei ihren Schilderungen wird viel Verständnis und Respekt für alles das deutlich, was die Angehörigen tagtäglich leisten und wie viel Verantwortung sie übernehmen. Wichtig dabei ist aber auch die Erkenntnis, sich bei allem Kümmern um andere Menschen nicht selbst zu vergessen und die eigenen Grenzen zu erkennen.

© dpa ⁄ Klaus Braeuer, dpa
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