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«Die Theorie von allem» - Hommage an den Film Noir

Sein zweiter Spielfilm lief im Wettbewerb des Filmfests Venedig - nun bringt Regisseur Timm Kröger «Die Theorie von allem» ins Kino. Der Thriller zelebriert die Kinogeschichte.
Jan Bülow als Johannes und Olivia Ross als Pianistin Karin Hönig in einer Szene des Films "Die Theorie von Allem". © -/Neue Visionen Filmverleih/dpa

Ein junger deutscher Regisseur landet mit seinem erst zweiten Film im renommierten Wettbewerb des Filmfests Venedig: Das hatte im Sommer Aufsehen erregt. Timm Kröger, 37, aus Itzehoe, präsentierte sein Werk «Die Theorie von allem» mit Jan Bülow in der Hauptrolle. In Venedig kam der in Schwarz-Weiß gehaltene Thriller, der in den 1960er Jahren in einem Hotel in den Schweizer Alpen spielt, gut an.

«Die Theorie von allem» ist eine Hommage an die Filmgeschichte und spielt mit der gerade so aktuellen Idee der Multiversen, also verschiedener parallel existierender Welten. Ganz im Stil des Film Noir inszenieren Kröger und sein Team starke Kontraste zwischen Licht und Schatten, dramatische Orchester-Filmmusik sorgt für Spannung. Ein Film, der fürs Kino gemacht ist.

Anklänge an Hitchcock und Orson Welles

Der Doktorand Johannes Leinert (Bülow) reist mit seinem Doktorvater (Hanns Zischler) zu einem Physiker-Kongress in ein Schweizer Berghotel. Doch einmal angekommen, geschehen mysteriöse Dinge. Der Hauptredner kommt nicht an - und während die Gesellschaft wartet, überbrückt sie die Zeit mit Dinnerpartys und Ski-Ausflügen. Eine geheimnisvolle Pianistin (Olivia Ross) zieht Johannes in ihren Bann. Doch etwas stimmt nicht: Sie weiß Dinge über ihn, die er ihr nie erzählt hat. Dann stirbt ein deutscher Physiker unter rätselhaften Umständen - und taucht plötzlich wieder auf.

«Ich wollte den Zuschauer in eine fremde Welt entführen», sagte Kröger der dpa zu seinem neuen Film. Der Regisseur und Kameramann, der inzwischen in Berlin lebt, war bereits 2014 Gast in Venedig. Damals lief «Zerrumpelt Herz», sein Studienabschlussfilm an der Filmakademie Baden-Württemberg, in einer Nebenreihe.

Ganz bewusst hat Kröger Referenzen an Filmemacher wie Alfred Hitchcock oder Orson Welles eingebaut. «Zu der Vergangenheit, zumindest so wie wir sie erinnern, gehört Kino-Vergangenheit», sagte er. «Weil das Kino (....) unsere Erinnerung an die Vergangenheit mit gestaltet und verändert hat. Für mich war es irgendwie offensichtlich, dass wir genau in dieses kollektive Gedächtnis reingehen müssen, um so eine Vertrautheit herzustellen, und aus dieser Vertrautheit in etwas Fremderes zu gehen. Und das ist glaube ich das Neue daran.»

Der Film spielt mit den Themen Physik und Paranoia. Am Rande geht es auch um die deutsche Geschichte und das Erbe des Nationalsozialismus. Kröger sagt: «Um das Heute oder das Morgen zu verstehen, muss man das Gestern begreifen.» Fans der Kino-Geschichte dürften an «Die Theorie von allem» ihre Freude haben.

© dpa
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