«Everything Everywhere All at Once» räumt bei SAG Awards ab

Zum 29. Mal verlieh Hollywoods Schauspielerverband in Los Angeles die Screen Actors Guild Awards. Und sorgte damit gleich für zwei Premieren - und Freudentränen.
Screen Actors Guild Awards 2023
Harry Shum Jr. (l-r), Ke Huy Quan, Stephanie Hsu, Michelle Yeoh und Jamie Lee Curtis mit ihren Preisen. © Jordan Strauss/Invision via AP/dpa

Gleich zwei Premieren bei der diesjährigen Verleihung der Screen Actors Guild (SAG) Awards in Los Angeles: Erstmals konnte mit Michelle Yeoh (60) eine Asiatin den Preis als beste Hauptdarstellerin gewinnen. Und auch Ke Huy Quan (51) ist der erste Asiate, der im Rahmen dieser Verleihung als bester Schauspieler in einer Nebenrolle ausgezeichnet wurde. Beide wurden für ihre Rollen im Film «Everything Everywhere All at Once» gewürdigt.

Unter Tränen nahm Quan den Award entgegen: «Vielen Dank! Das ist ein wirklich emotionaler Moment für mich.» Ihm sei klar geworden, dass dieser Augenblick nicht nur ihm gehöre. «Er gehört auch allen, die sich eine Veränderung gewünscht haben», so der gebürtige Vietnamese. Als er sich einst eine Auszeit von der Schauspielerei genommen hatte, geschah das nach eigenen Worten, weil es kaum Einsatzmöglichkeiten für ihn gegeben habe. Das sehe jetzt ganz anders aus. Dann sprach er noch diejenigen Menschen an, die darauf warten, endlich gesehen zu werden: «Haltet durch, denn irgendwann wird das Scheinwerferlicht auf euch gerichtet sein!»

Eine ähnliche Richtung nahm die Rede von Michelle Yeoh. Sichtlich emotional richtete sich die in Malaysia geborene Schauspielerin an das Publikum: «Jeder von euch kennt die Reise, die Achterbahnfahrt, die Höhen und Tiefen. Aber das Wichtigste ist, dass wir niemals aufgeben.» Sie widmete ihren Preis jedem Mädchen, «das so aussieht wie ich.»

Die Awards wurden zum 29. Mal von Hollywoods Schauspielerverband vergeben. Sie zählen zu den wichtigsten Preisen der Branche und gelten als Vorboten für die im März anstehende Oscar-Verleihung.

Weitere Preisträger waren Brendan Fraser als bester Hauptdarsteller («The Whale»), Jason Bateman als bester Darsteller in einer Dramaserie («Ozark»), Sam Elliott als bester männlicher Darsteller in einem TV-Spielfilm oder einer Serie («1883») und Jeremy Allen White als bester Darsteller in einer Comedy-Serie («The Bear: King of the Kitchen»).

Weitere Siegerinnen waren Jamie Lee Curtis als beste weibliche Nebendarstellerin («Everything Everywhere All at Once»), Jessica Chastain als beste weibliche Darstellerin in einem TV-Spielfilm oder einer Serie («George & Tammy»), Jennifer Coolidge als beste weibliche Darstellerin in einer Dramaserie («The White Lotus») und Jean Smart als beste Darstellerin in einer Comedy-Serie («Hacks»).

Als bestes Ensemble in einem Kinofilm wurde der Oscar-Favorit «Everything Everywhere All at Once» ausgezeichnet. Das Team der Serie «The White Lotus» gewann eine Trophäe als bestes Ensemble in einer Dramaserie. Der Preis für das beste Ensemble in einer Comedyserie ging an den Cast von «Abbott Elementary». Den Award für das Lebenswerk nahm Sally Field entgegen.

© dpa
Das könnte Dich auch interessieren
Empfehlungen der Redaktion
Doppelspitze
Fußball news
Neue DFL-Geschäftsführung: Lenz und Merkel übernehmen
Genesungsbegleiter helfen psychisch Erkrankten
Gesundheit
Genesungsbegleiter helfen psychisch Erkrankten
Mariele Millowitsch
Tv & kino
Krimi-Wiederholung bringt ZDF den Quotensieg
Festnetz-Telefon
Das beste netz deutschlands
Sparvorwahl ade: Ende von Call-by-Call ist besiegelt
Mensch mit Karte am Laptop
Das beste netz deutschlands
Abzockgefahr: Online nie mit Geldspende-Funktion zahlen
Rammstein
Musik news
Volles Stadion trotz Protest: Rammstein-Konzert in München
Don Winslow
Kultur
Don Winslow: Wechselhaftes Schicksal eines Gangsters
Waymo
Internet news & surftipps
Selbstfahrendes Auto überfährt Hund