Berlinale vergibt Goldenen Ehrenbären an Isabelle Huppert

16.02.2022 Die Berlinale hat mit Isabelle Huppert eines der bekanntesten Gesichter des französischen Films geehrt. Wegen eines positiven Corona-Tests nimmt sie an der Verleihung per Video teil.

Regisseur Laurent Larivière hat den Preis stellvertretend für Schauspielerin Isabelle Huppert entgegengenommen. Sie wurde per Video zugeschaltet. © Monika Skolimowska/dpa

Die französische Schauspielerin Isabelle Huppert ist mit dem Goldenen Ehrenbären der Berlinale ausgezeichnet worden. Die 68-Jährige war am Dienstagabend zur Verleihung in Berlin per Video von Paris aus zugeschaltet.

Huppert musste ihren ursprünglich geplanten Besuch der Filmfestspiele kurzfristig absagen, weil sie positiv auf das Corona-Virus getestet worden war.

Festivalleiterin Mariette Rissenbeek bezeichnete Huppert als «sehr passionierte Schauspielerin», ihr Kollege Carlo Chatrian sprach von ihren Rollen als «Charaktere gegen den Mainstream». Der Schauspieler Lars Eidinger, Partner Hupperts in ihrem jüngsten Film «À propos de Joan», sprach von der vermeintlich verschlossenen Erscheinung. «In dem Moment, wo die Kamera läuft, öffnet sie sich.»

Huppert sagte, sie sei nicht allein in Paris, weil alle ihre bisherigen Filme bei ihr seien. Sie spielte in etwa 150 Kinofilmen, TV-Produktionen, Serien. Sie kündigte zum Vergnügen der Zuschauerinnen und Zuschauer in Berlin weitere 100 Filme an. «Kino lässt uns besser fühlen, macht uns glücklich», sagte die Schauspielerin.

Huppert und Eidinger in den Hauptrollen

«À propos de Joan» wurde am Dienstagabend als Special Gala der Berlinale vorgestellt. Im dem Film des französischen Regisseur Laurent Larivière spielen Huppert und Eidinger (46) ein Paar mit deutlichem Altersunterschied.

Aus Sicht der Filmfestspiele ist Huppert eine unnachahmliche Künstlerin, «die nicht zögert, Risiken einzugehen oder sich dem Mainstream entgegenzustellen». Neben dem Goldenen Ehrenbären läuft während der Berlinale eine Hommage mit einigen Filmen mit Huppert wie «8 Frauen» von François Ozon, «Alles was kommt» von Mia Hansen-Løve und Paul Verhoevens Thriller «Elle».

Zweimal erhielt sie den französischen César («Biester», «Elle»), bekam den Silbernen Bären der Berlinale («8 Frauen»), die Silberne Palme in Cannes («Violette Nozière», «Die Klavierspielerin»), Europäische Filmpreise, den Golden Globe und eine Oscar-Nominierung jeweils für «Elle».

Gedreht mit den großen Namen

Isabelle Anne Huppert ist ein Kind der französischen Hauptstadt. Geboren in Paris, lebt die Mutter von drei Kindern noch immer dort. Bereits als 14-Jährige nahm sie Schauspielunterricht. Früh wurden Filmemacher auf sie aufmerksam. Sie drehte mit Jean-Luc Godard, François Ozon, Claude Chabrol, Michael Hanecke, Anne Fontaine oder Paul Verhoeven. Auf der Theaterbühne arbeitete sie mit Peter Zadek, Bob Wilson oder Yasmina Reza.

Die Berlinale hat schon etliche Filmschaffende für ihr Lebenswerk ausgezeichnet, zuletzt etwa die Schauspielerinnen Helen Mirren und Charlotte Rampling.

© dpa

Weitere News

Top News

Sport news

Schwimm-EM in Rom: Furioses Finale: Gose und Märtens glänzen mit Freistil-Gold

People news

Film: «Danke, Wolfgang» - Trauer um Star-Regisseur Petersen

Tv & kino

Talkshow: Frank Plasberg hört bei «Hart aber fair» auf

Games news

Featured: Tower of Fantasy: Alle gültigen Promo-Codes & Events im August 2022

Auto news

Sommerhitze: Waldbrandgefahr: Autos nicht auf trockenen Flächen parken

Job & geld

Polizei warnt: Vorsicht: Lukrative Jobangebote im Netz können Betrug sein

Handy ratgeber & tests

Featured: Galaxy Watch5 (Pro) vs. Galaxy Watch4 (Classic): So hat Samsung seine Smartwatch verbessert

Handy ratgeber & tests

Featured: Tower of Fantasy: Tier-List – alle Charaktere und Waffen im Ranking

Empfehlungen der Redaktion

Tv & kino

Filmfestival : Ehrenbär der Berlinale für Isabelle Huppert

Tv & kino

Berlinale: Isabelle Huppert wird zur Berlinale nur zugeschaltet

Tv & kino

Berlinale: Lars Eidingers Bangen um Kussszene mit Isabelle Huppert

Tv & kino

Filmfestival: Die Berlinale 2022 geht zu Ende

Tv & kino

Filmfestival: Die Berlinale beginnt - «Wir sind zurück in der Kirche»

Tv & kino

Film: Berlinale beginnt mit einem großen Fragezeichen

Tv & kino

Filmfestival: Berlinale 2022: Das ist die Festivaljury

Tv & kino

Paris: Historiendrama triumphiert bei den Césars