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«Auf dem Weg»: Selbstfindungsdrama mit Jean Dujardin

«Auf dem Weg» handelt von der Suche eines Mannes nach sich selbst. Die Titelrolle hat Oscar-Preisträger Jean Dujardin. Ein Film, der auf der Lebensgeschichte des Bestsellerautors Sylvain Tesson beruht.
«Auf dem Weg»
Jean Dujardin erfindet sich in «Auf dem Weg» in der Rolle eines verwöhnten Schriftstellers neu. © X Verleih/dpa

Pierre Girard ist ein bekannter Reiseschriftsteller und Lebemann. Nach einer Partynacht klettert er betrunken an der Fassade eines Hotels entlang und stürzt mehrere Meter tief ab. Als er im Krankenhausbett aus seinem mehrwöchigen Koma erwacht, beschließt er entgegen dem Rat seiner Ärzte, Frankreich zu Fuß von Südosten nach Nordwesten zu durchqueren. Eine rund 1300 Kilometer lange Tour.

«Auf dem Weg» erzählt vor dem Hintergrund atemberaubender Landschaften die Geschichte eines erfolgsverwöhnten und bohemienhaften Reiseschriftstellers, der sich nach einem schweren Unfall neu erfindet. In die Titelrolle ist der Oscar-Preisträger Jean Dujardin («The Artist») geschlüpft, der als komplexer Charakterdarsteller in einer für ihn eher ungewöhnlichen Rolle besticht.

Beobachtungen und Reflexionen beim Wandern

Für den Film diente dem französischen Regisseur Denis Imbert der autobiografische Roman «Auf versunkenen Wegen» (im Original «Sur les chemins noirs») von Sylvain Tesson als Grundlage. Der preisgekrönte Bestsellerautor («Der Schneeleopard») hat das Reisetagebuch 2016 veröffentlicht, zwei Jahre nach seinem schweren Sturz. Darin beschreibt er seine rund viermonatige Wanderung und hält seine Beobachtungen und Reflexionen fest.

Pierres Reise beginnt in den südlichen Alpen, führt über das Zentralmassiv bis in die Normandie. Der Weg ist lang und mühsam und für seine von seinem Unfall in Mitleidenschaft gezogenen Knochen – über 20 Brüche – mehr als schmerzvoll. Er biwakiert, macht sich Notizen in seinem Notizbuch, stürzt mehrmals und ist des Öfteren knapp davor, auf seiner Katharsis-Tour das Handtuch zu werfen. Dazwischen gibt es immer wieder Rückblicke auf seine unbeschwerte Existenz vor dem Sturz, bei dem er unter anderem eine Gesichtslähmung erlitt.

Trailer

Imbert hat eine gewisse Vorliebe für Filme über die Abkehr vom Stadtleben und die Rückkehr zur Natur («Mystère: Victorias geheimnisvoller Freund»). Mit «Auf dem Weg» hat er eine visuelle Meditation geschaffen, in der die ursprünglichen und weitgehend unberührten Landschaften zum Nachdenken über den Sinn des Lebens einladen. In Frankreich hat die poetische und kontemplative Geschichte über eine Million Zuschauer in die Kinos gelockt.

- Auf dem Weg, Frankreich 2022, 92 Min., FSK ab 6, von Denis Imbert, mit Jean Dujardin, Jonathan Zaccaï, Izïa Higelin.

© dpa
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