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Arte-Doku über Jean-Claude Van Damme

Durch eisernes Training und große Hartnäckigkeit wurde Jean-Claude Van Damme in den 1980er Jahren zum Hollywood-Star. Doch dann stürzte der Belgier beruflich ab. Eine neue Doku bei Arte blickt zurück auf eine Karriere der Extreme.
«Jean-Claude Van Damme: Karate-Diva»
Szene aus der Dokumentation «Jean-Claude Van Damme: Karate-Diva». © Philippe Graton/ARTE/dpa

In den 80er und 90er Jahren zählte Jean-Claude Van Damme zu den größten Stars des Actionkinos. Filme wie «Karate Tiger», «Bloodsport» oder «Kickboxer» gelten heute als Klassiker des Genres. Vorausgegangen war eine ungewöhnliche Wandlung des unscheinbaren Jungen aus Belgien zum Kampfsportprofi und internationalen Filmstar. Doch genauso steil, wie es für Van Damme in den 80ern bergauf ging, ging es Ende der 90er wieder bergab.

Der Film «Jean-Claude Van Damme: Karate-Diva» beleuchtet den Werdegang und die Karriere des heute 62-Jährigen, der zu seinen erfolgreichsten Zeiten auch «The Muscles From Brussels» (Die Muskeln aus Brüssel) genannt wurde. Der Sender Arte strahlt die Dokumentation an diesem Freitag um 21.45 Uhr aus.

Er nahm auch Ballettunterricht

Als Jean-Claude Camille François Van Varenberg kam der Schauspieler im Jahr 1960 im Brüsseler Stadtteil Berchem-Sainte-Agathe zur Welt. Sein Vater schickt ihn in die Karateschule von Claude Goetz, der «einen Mann aus ihm machen» sollte. Van Damme sei schüchtern und hässlich gewesen, berichtet Goetz uncharmant. Doch unter dem kantigen Coach wird aus dem jungen Jean-Claude ein stolzer Athlet, der nebenbei auch noch Ballett-Training nimmt. Offensichtlich fehlte nicht viel und er hätte als Tänzer Karriere gemacht.

Nach einer USA-Reise mit dem Karate-Team ist Jean-Claude von dem Land fasziniert. Mit seinem engen Freund und Kampfsport-Partner Mohamed Michel Qissi geht er schließlich nach Los Angeles, wo sich die beiden zunächst ohne fremde Hilfe und ohne gute Sprachkenntnisse durchschlagen. Van Damme arbeitet als Rausschmeißer im Restaurant von Chuck Norris, wird dessen Assistent und Sparringspartner. Aber bei der Filmkarriere hilft ihm Norris nicht.

«Bloodsport» wird zum Welterfolg

Sein kurzes Engagement im Actionfilm «Predator» mit Arnold Schwarzenegger - Van Damme steckt anfangs im Kostüm des Aliens, bevor er entnervt aus dem Projekt aussteigt - beschert ihm einen Vertrag mit den auf Action- und Martial-Arts-Filme spezialisierten Cannon Studios. Nach holprigem Start wird der Film «Bloodsport» über Umwege überraschend ein Welterfolg. Der gut aussehende Jean-Claude Van Damme, der den Namen Van Varenberg kurz vorher abgelegt hat, ist ein Star. Es folgen diverse Kampfsport-Kinohits. Die Stunts macht er alle selbst.

Ganz auf Augenhöhe mit den beiden Action-Superstars Sylvester Stallone und Arnold Schwarzenegger ist Van Damme zu seinem Leidwesen jedoch nie. Und in den 90ern ruiniert er seine Karriere mit Kokain. Er verzockt sich beim Pokern um einen Millionenvertrag mit Universal und ruiniert so seine Karriere. Fortan werden die meisten seiner Filme nicht mehr im Kino gezeigt, sondern landen direkt in den Videotheken. Erst Ende der 2000er gelingt ihm ein kleines Comeback.

Chaotisches Privatleben

Immer wieder war es sein beeindruckender Spagat, der die Karriere vorangetrieben hat. In jungen Jahren gewann er angeblich einen Bodybuilding-Wettbewerb, weil er beim Posieren den Spagat machte. Später soll er Cannon-Boss Menahem Golan damit beeindruckt haben. Ende der 2000er Jahre erreichte ein Werbespot, in dem er einen Spagat zwischen zwei fahrenden Trucks macht, Kultstatus. Ein Hollywood-Star ist Jean-Claude Van Damme heute allerdings nicht mehr.

Die Dokumentation von Regisseur Olivier Monssens ist unterhaltsam, mit 58 Minuten aber zu kurz geraten, um ein vollständiges Bild von Jean-Claude Van Damme zu zeichnen. Sein chaotisches Privatleben - er war fünfmal verheiratet, zweimal mit derselben Frau - und die Zeit, in der er mit merkwürdigen Auftritten für Irritationen sorgte, werden nur kurz angerissen. Immerhin wird deutlich, dass der ambitionierte Van Damme vor der Kamera gern mehr gezeigt hätte als Roundhouse-Kicks und Spagat. Seine vielleicht beste schauspielerische Leistung konnte er erst 2018 im Film «JCVD» zeigen. Darin spielt er sich selbst und sinniert in einer improvisierten Szene über seinen Karriereabsturz.

© dpa ⁄ Philip Dethlefs, dpa
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