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ARD bündelt Berichterstattung journalistischer Inhalte

Die ARD baut um. Die Intendanten bringen mehrere Reformen auf den Weg. So werden bestimmte journalistische Inhalte zu Klima, Verbraucher und Gesundheit künftig zentral entstehen.
ARD
Das ARD-Logo an der Fassade des ARD-Hauptstadtstudios im Regierungsviertel. © Fabian Sommer/dpa

Die neun ARD-Anstalten bündeln ihre Berichterstattung zu den Themenkomplexen Klima, Verbraucher und Gesundheit. In sogenannten Kompetenzcentern sollen künftig zentralisiert digitale und lineare Angebote für alle Ausspielplattformen entstehen, wie die öffentlich-rechtliche ARD nach einer Intendantensitzung am Donnerstag in Stuttgart mitteilte. Mit der verstärkten Zusammenarbeit der ARD-Anstalten sollen unter anderem Kosten gespart und so Freiräume entstehen, die für den Ausbau des digitalen Angebots genutzt werden sollen.

Ziel der Reform ist es, eine bessere Steuerung der Berichterstattung zu erreichen und Doppelarbeit zu vermeiden. Beispielsweise gibt es derzeit auf Ebene der dritten Fernsehprogramme mehrere Verbrauchermagazine, die ähnliche Inhalte produzieren. Das soll sich nun ändern, indem eine Art Pool eingerichtet wird. «So werden im ersten Schritt Beiträge für Gesundheits- und Verbrauchermagazine künftig vorrangig im jeweiligen Kompetenzcenter produziert und den ARD-Medienhäusern zur Verfügung gestellt.» Der Schwerpunkt liege auf der überregionalen Berichterstattung.

Konkrete Umsetzung soll nun folgen

Bis September solle feststehen, wo die Kompetenzcenter angesiedelt werden, sagte der ARD-Vorsitzende Kai Gniffke. Die konkrete Umsetzung werde nun gemeinsam erarbeitet, in der ersten Jahreshälfte 2024 sollen die Kompetenzcenter ihre Arbeit aufnehmen. Weitere könnten folgen, sagte Gniffke. Als mögliche Themenfelder nannte er Künstliche Intelligenz (KI), Reise/Touristik und Ernährung/Kulinarik. «Da sind schon klar die nächsten Themen adressiert.»

Auch eine zentrale Hörspielredaktion der ARD wird geschaffen, die im ersten Halbjahr 2024 ihre Arbeit aufnehmen soll. Die Intendanten beschlossen außerdem eine engere Zusammenarbeit bei den Kultur- und Infowellen. So sollen Radiobeiträge, -Reportagen und -Sendungen allen zur Verfügung stehen.

«Jetzt ist die Zeit für Reformen, und es gibt kein Zurück mehr», sagte Gniffke. «Wir ändern uns, weil sich die Mediennutzung gravierend verändert hat.» Die neue Struktur sei auch deutlich wirtschaftlicher und effizienter.

Die öffentlich-rechtlichen Sender finanzieren sich überwiegend aus dem Rundfunkbeitrag, den Haushalte und Unternehmen zahlen. Mit mehr als acht Milliarden Euro jährlich werden ARD, ZDF und Deutschlandradio finanziert.

© dpa
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