Richterin eröffnet Prozess gegen Shakira

Es geht um Steuerhinterziehung in Millionenhöhe. Sängerin Shakira muss sich vor Gericht in Barecelona verantworten.
Shakira bei der Ankunft zur Premiere des Films «Elvis» in Cannes 2022. © Daniel Cole/AP/dpa

Der Tag, an dem die Pop-Sängerin Shakira in Spanien wegen des Vorwurfs der Steuerhinterziehung auf die Anklagebank muss, rückt näher.

Eine Richterin in Barcelona eröffnete am Dienstag formell den Prozess gegen die 45-jährige Künstlerin («Waka Waka», «Hips Don't Lie»), wie die Justiz mitteilte. Die Staatsanwaltschaft hat eine Haftstrafe von insgesamt acht Jahren und zwei Monaten sowie eine Geldstrafe in Höhe von 23,8 Millionen Euro gegen Shakira gefordert. Die Künstlerin hat wiederholt ihre Unschuld beteuert.

Der Prozess werde vor der Audiencia Provincial de Barcelona, was in Deutschland einem Landgericht entspricht, geführt. Dieses Gericht werde auch den Termin für den Beginn einer mündlichen Verhandlung festlegen, sobald die Rechtsanwälte Shakiras ihre Verteidigungsschrift eingereicht hätten, schrieb die Nachrichtenagentur Europa Press.

Shakira hatte im Juli mitgeteilt, dass sie eine außergerichtliche Einigung mit den Steuerbehörden ihrer Wahlheimat abgelehnt habe. Damit war der Weg zum Prozess der Musikerin vorgezeichnet. Ihr wird vorgeworfen, in den Jahren 2012 bis 2014 insgesamt rund 14,5 Millionen Euro hinterzogen zu haben.

Die Künstlerin aus Kolumbien bezeichnete sich jedoch wiederholt als unschuldig. Sie wies die Vorwürfe als «totale Verletzung» ihrer Rechte zurück. Sie sei Opfer einer «erbitterten Verfolgung». Sie sei aber zuversichtlich, dass die Justiz ihr am Ende Recht geben werde, ließ Shakira im Juli mitteilen.

Im Kern geht es um die Frage, wo die Kolumbianerin in den Jahren 2012, 2013 und 2014 steuerpflichtig war. Die Justiz meint: in Spanien, weil sie sich in jedem der drei Jahre mehr als ein halbes Jahr dort aufgehalten habe. Die Sängerin bestreitet das.

Shakira versichert, sie habe damals ihren Wohnsitz auf den Bahamas gehabt. Sie habe lediglich ihren damaligen Partner, den Fußballstar Gerard Piqué vom FC Barcelona, mit dem sie inzwischen zwei Kinder hat und von dem sie mittlerweile getrennt ist, wiederholt in Spanien besucht. Erst ab 2015 habe sie dann ständig in Barcelona gelebt. Zudem habe sie alle Steuern plus Zinsen inzwischen nachgezahlt. 2018 hatte Shakira dem Fiskus insgesamt 17,2 Millionen Euro überwiesen.

© dpa

Alle Alben und Songs zum Download bei Vodafone Music

Weitere News
Top News
Fußball news
Fußball-WM: Abgezockte Niederländer bringen Kritiker zum Schweigen
Games news
Featured: Tomb-Raider-Spiele in der chronologischen Reihenfolge 
Tv & kino
Comedian: Kurt Krömer beendet frühzeitig Sendung mit Faisal Kawusi
People news
Adel: Prinzessin Kate zeigt sich mit Smaragd-Kette von Diana
Internet news & surftipps
Internet: Twitter sperrt Kanye West erneut
Reise
Gestörte Zugverbindungen: Bahnstreik in Frankreich bremst Verkehr nach Deutschland aus
Handy ratgeber & tests
Featured: Waagen-Apps für Apple Watch: Diese synchronisieren sich mit dem iPhone
Das beste netz deutschlands
Warntag: Ist Cell Broadcast auf Ihrem Smartphone aktiv?
Empfehlungen der Redaktion
People news
Kriminalität: Shakira scheitert mit Antrag gegen Steuerstrafprozess
People news
Steuerprozess: Acht Jahre Haft für Popstar Shakira gefordert
People news
Liebes-Aus: Shakira und Piqué trennen sich
People news
Rechtsstreit: Britney Spears: Keine Befragung durch ihren Vater
Panorama
US-Justiz: Richterin: Britney Spears' Vater muss vor Gericht aussagen
Musik news
Musik: MTV Europe Music Awards: Taylor Swift räumt ab
Musik news
«The Chromatica Ball»: Tour-Auftakt von Lady Gaga in Düsseldorf
Regional nordrhein westfalen
Musik: Lady Gaga spielt einziges Deutschland-Konzert in Düsseldorf