Nicht ohne seinen Bruder - Joel Coen wird 67

29.11.2021 Er hat Klassiker wie «Fargo» oder «The Big Lebowski» geschaffen. Joel Coen ist einer der letzten Autorenfilmer in Hollywood - dabei darf man seinen Bruder Ethan nicht vergessen.

Regisseur Joel Coen 2016 auf der Berlinale. Foto: picture alliance / dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Ohne seinen Bruder Ethan kann man sich Joel Coen kaum vorstellen. Drehbuch, Regie und Produktion - die beiden gibt es seit Anfang ihrer Karriere nur im Doppelpack.

Eine höchst erfolgreiche Familienangelegenheit - die Coen-Brüder haben in ihrer langen Karriere bereits vier Oscars gewonnen. Heute feiert Joel Coen, der drei Jahre älter ist als sein Bruder, seinen 67. Geburtstag.

Jenseits der Leinwand scheinen Joel und Ethan Coen kaum zu existieren. Ganz selten sieht man sie mal auf dem roten Teppich, Twitter und Facebook ist nichts für sie und ihr Privatleben halten die kongenialen Brüder komplett unter Verschluss. Sicher ist: Joel Coen ist seit 1984 mit der Schauspielerin Frances McDormand («Nomadland») verheiratet.

Schon als Kinder haben Joel und Ethan gemeinsam mit der Kamera gespielt. Ihre ersten professionellen Erfahrungen sammelten die Brüder am Schneidetisch von Horrorfilmen, bevor sie sich als Regisseure, Autoren und Produzenten mit dem Debütfilm «Blood Simple» (1984) auf eigene Beine stellten. Die «Times» und die «Washington Post» kürten dieses Meisterwerk des rabenschwarzen Humors 1985 zu den zehn besten Filmen des Jahres.

Das kafkaeske Nachtstück «Barton Fink» gewann 1991 die Goldene Palme in Cannes. 1995 kam dann der endgültige Durchbruch mit dem Oscar-Film «Fargo». Nie leuchte Blut so rot im Schnee wie in dieser Entführungs-Groteske, in der die Geschehnisse völlig aus dem Ruder laufen. Frances McDormand wurde für ihre Leistung als schwangere Polizistin mit einem Oscar ausgezeichnet.

«Wir erschaffen Monster und dann können wir sie nicht mehr kontrollieren», sagte Joel Coen einmal. In der Tat, das filmische Universum der US-Filmemacher ist voller skurriler und schrulliger Gestalten, die man so nur selten auf der Leinwand zu sehen bekommt. Die schwangere Polizistin Marge (Frances McDormand), der naive Autor Barton Fink, der kultige Alt-Hippie Dude («The Big Lebowski») - Gestalten für die Ewigkeit.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News

Top News

Job & geld

Altersvorsorge: Lohnt sich ein Riester-Vertrag?

Sport news

Australian Open: Bühne frei für «Barty Party»: Historischer Triumph?

Internet news & surftipps

Rechtsstreit: Mit Pseudonym auf Facebook? Für Altfälle rechtens

People news

Hauptstadt: Straße in Kanada soll nach Ryan Reynolds benannt werden

Internet news & surftipps

Datenschutz: EU-Kommission nimmt WhatsApp ins Visier

People news

Royal: Prinz Andrew: Missbrauchsvorwürfe sollen vor Gericht

Internet news & surftipps

Klage: Tiktok will Nutzerdaten nicht massenhaft ans BKA melden

Musik news

Streamingdienst: Nach Protest von Neil Young: Spotify entfernt seine Musik

Empfehlungen der Redaktion

Tv & kino

Shakespeare: Joel Coen verfilmt «Macbeth» mit Frances McDormand

Tv & kino

Kino: Kino-Highlight im TV: "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri"

Kino news

Schauspieler: Denzel Washington über seine Shakespeare-Rolle

Kino news

Kunststück mit Stars: «The French Dispatch»: Hommage an die Zeitung

Tv & kino

US-Schauspielerin: «Eternals»-Trailer mit kämpferischer Angelina Jolie

Tv & kino

Festival: Ein Bus voller Stars: Premiere elektrisiert Cannes

People news

US-Regisseurin: Knallharte Thriller - Kathryn Bigelow wird 70

People news

Krankheit: Jeff Bridges: Krebs bildet sich zurück