Jan Hofer moderiert erstmals «RTL Direkt»

17.08.2021 Nachrichten, Hintergrund, Zuschauerfragen und etwas Comedy: Die neue «Tagesschau»-Konkurrenz «RTL Direkt» will in 20 Minuten ohne Werbepause viel unterbringen und hält damit den Anchorman auf Trab.

Moderator Jan Hofer steht im Studio der Nachrichtensendung «RTL Direkt». Foto: Markus Nass/RTL/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Jan Hofer hat bei RTL seinen ersten Auftritt als Anchorman absolviert. «Guten Abend. Hier ist die erste Ausgabe von «RTL Direkt», dem neuen Nachrichtenformat bei RTL», begrüßte der 69-Jährige am Montagabend sein Publikum.

Der frühere «Tagesschau»-Chefsprecher trug dunklen Anzug, aber keine Krawatte. Er hatte den Schlips bei seinem ARD-Abschied im Dezember vor den Augen von fast 15 Millionen Zuschauern symbolisch für immer abgenommen.

In der ersten Ausgabe war die Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock zu Gast. Hofer wirkte routiniert und zugewandt, stellte der Politikerin aber mehrmals auch unangenehme Fragen: etwa nach Schwächen in ihrem Wahlkampf, zu Ambitionen in Richtung Rot-Rot-Grün oder danach, ob das Desaster in Kabul einen Rücktritt zur Folge haben müsse.

Die Einschaltquote war zum Auftakt immerhin solide. 1,87 Millionen (9,1 Prozent) schalteten ab 22.15 Uhr ein. Zum Vergleich: Die ARD-«Tagesthemen» sahen ab 22.30 Uhr 2,06 Millionen (11,6 Prozent).

Das neue Format läuft montags bis donnerstags im Wettbewerb zu den «Tagesthemen» im Ersten. Zu der 20-minütigen Sendung ohne Werbeunterbrechung gehören ein Nachrichtenblock und ein vertiefendes Gespräch. Zum Debüt wurde auch ein Praxistest gezeigt, welche Mehrkosten ein umweltfreundlicheres Leben für eine deutsche Familie mit drei Kindern bedeutet. Dann schloss eine Satire-Einlage des Komikers Abdelkarim zum Thema Wahlkampf das Programm ab. «Wir haben uns vorgenommen, die Zuschauer immer mit einem kleinen Lächeln in den Abend zu entlassen», erläuterte der Gastgeber dieses Konzept.

Angesichts so vieler Bestandteile in einer 20-minütigen Sendung wirkte Hofer manches Mal unter Zeitdruck. Ganz am Ende fragte er Baerbock: «Mal ehrlich, (...) ist Ihnen in diesem Wahlkampf manchmal das Lachen vergangen?» Die Grünen-Kandidatin dazu: «An manchen Tagen schon. Aber das Wichtige ist, dass das Lachen immer zurückkommt.»

Die Politikerin setzte noch spitzbübisch hinterher: «Wenn Sie sich trauen, zu «Let's Dance» zu gehen, dann glaube ich auch, dass wir diesem Land alles zutrauen können, sich in Zukunft zu erneuern.» Der Anchorman hatte dieses Jahr bei der RTL-Tanzshow teilgenommen.

Hofer verabschiedete sich vom Publikum mit dem Satz: «Ihnen einen schönen Abend, bis morgen, und machen wir alle das Beste daraus.»

© dpa-infocom GmbH

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