Marteria spürt «Hansa-Frosch» im Amazonas auf

Der Rapper Marteria und eine seltene Froschart sind Protagonisten eines neuen Dokumentarfilms. Eigentlich geht es aber um den Schutz des Regenwalds - und irgendwie auch um den FC Hansa Rostock.
Marteria tritt mit der Norddeutschen Philharmonie auf. © Bernd Wüstneck/dpa

Der Rapper und glühende Fan des FC Hansa Rostocks Marteria (39) hat sich im tiefsten peruanischen Regenwald auf die Suche nach einem besonderen Tier gemacht.

Zusammen mit der Naturschutzinitiative «Plant for Future» spürte er im Amazonas-Gebiet einen seltenen Frosch auf, der die blau-weiß-roten Farben des Fußballvereins seiner Heimatstadt trägt. «Hansa-Frosch» nennt der Musiker das Tier in dem neuen Dokumentarfilm «Der Amazonas Job - Der Wald ist nicht genug». Er dreht sich um die beschwerliche Reise durch Amazonien und um Naturschutz. Am Donnerstag feierte der Film im Rostocker Volkstheater Premiere.

Ein neuer Song

Im Anschluss trat der Rapper zusammen mit der Norddeutschen Philharmonie Rostock auf und spielte neben einem älteren auch den von der Reise inspirierten neuen Song «Wald».

Ein Freund aus Rostock habe ihn gefragt, ob er mit auf die Suche nach dem Tier gehen wolle, sagte der Musiker, der mit bürgerlichem Namen Marten Laciny heißt, der Deutschen Presse-Agentur. Eigentlich sei es aber auch darum gegangen, sich den Amazonas einmal vor Ort anzuschauen, «im Urwald zu übernachten, Biologen zu treffen, wirklich eine Reise zu machen, die sehr verrückt wird». Die Idee mit dem Film sei danach gekommen.

Wie man in dem Film erfährt, gibt es den «Hansa-Frosch» nur noch in einem wenige Hektar großen Waldgebiet. «Wenn dieser Wald weg ist, gibt's ihn nicht mehr», sagte Laciny. Wenn man etwas Kleines schützen könne, könne man auch etwas Großes schützen. Deshalb sei der Frosch ein Symbol für ihn. Zusammen mit «Plant for Future» will er den Wald kaufen. «Plant for Future» sammelt nach eigenen Angaben im Internet auf spielerische Weise Geld, um Bäume zu pflanzen, aber auch Wälder zu kaufen, um sie zu schützen.

Die größte Gefahr ist der Mensch

In dem Film erfährt man nicht nur, dass jedes Jahr Regenwald mit der siebenfachen Fläche Mecklenburg-Vorpommerns abgeholzt wird, sondern auch warum im Regenwald die größte Gefahr nicht von Spinnen, Anakondas oder Leoparden ausgeht, sondern vom Menschen. Hinzu kommen Einblicke in die beschwerliche Reise des Teams, inklusive Krankheit, 16-stündiger Bootsfahrt auf dem Amazonas und mit Wasser vollgelaufener Hängematten. Laciny nimmt es mit Humor: «Es heißt ja auch Regenwald.»

Für den Rostocker ist es nicht das erste Abenteuer in exotischer Umgebung. Videodrehs, aber auch seine Angelleidenschaft haben ihn schon um die ganze Welt geführt.

© dpa

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