Filmemacher und Menschenrechtler: George Clooney wird 61

Zunächst musste sich George Clooney mit einem holprigen Karrierestart begnügen, eher er in den 1990er Jahren durchstartete und zu einem weltweit gefeierten Schauspieler wurde.
George Clooney arbeitet inzwischen vorzugsweise hinter der Kamera. © Ian West/PA Wire/dpa

Im Februar wurden George Clooney und seine Frau Amal für ihren unermüdlichen Einsatz für Menschenrechte ausgezeichnet. Auf ihrem YouTube-Account bedankt sich das Paar für den «Elevate Prize Catalyst Award 2022». An diesem Freitag (6. Mai) wird der Hollywood-Star 61 Jahre alt.

Zähe Jahre bis zum Durchbruch

George Clooney, der 1961 in Kentucky in eine recht bekannte Familie hineingeboren wurde - sein Vater Joseph «Nick» Clooney war ein TV-Moderator und seine Tante Rosemary eine der populärsten Pop- und Jazz-Interpretinnen in den USA der 50er Jahre - tat sich zu Beginn seiner Karriere schwer. Kaum zu glauben bei dem Erfolg, den er heutzutage feiert.

In den 1980er Jahren kam es zu seinen ersten Engagements bei Film und Fernsehen. Doch meistens handelte es sich um zweitklassige Produktionen und lediglich Komparsenrollen. Bis auf seine Teilnahme in der Sitcom «Roseanne» konnte er kaum Erfolge verzeichnen. Durch die Serie erlangte er zumindest etwas Bekanntheit in den USA.

Erfolg ab den 1990er Jahren

Mit seinem Engagement als Kinderarzt in der Krankenhausserie «Emergency Room» in den 1990er Jahren nahm seine Popularität zu. Als smarter, maskuliner Typ überzeugte er im Vampir-Horrorfilm «From Dusk Till Dawn» (1996). Sein Batman-Gastspiel in «Batman & Robin» würde er allerdings lieber aus seinem Gedächtnis streichen.

Egal. In den nächsten Jahren zeigte Clooney in schöner Regelmäßigkeit seine Vielseitigkeit. Für seine Darbietung als CIA-Agent, der ins Fadenkreuz von Terroristen gerät, wird er 2006 für seine Rolle in dem Thriller «Syriana» mit dem Oscar als «Bester Nebendarsteller» ausgezeichnet.

Im selben Jahr spielt er im Schwarz-Weiß-Thriller von Steven Soderbergh «The Good German - In den Ruinen von Berlin» einen Journalisten im Nachkriegsdeutschland. Zwei Jahre später war er als professioneller Footballer in «Ein verlockendes Spiel» zu sehen. Im Laufe seiner Karriere war Clooney in zahlreichen großen Produktionen zu sehen. 2001 in «Oceans Eleven», 2013 im Weltraum-Thriller «Gravity» oder 2020 in «The Midnight Sky».

Auch als Produzent und Regisseur trat er seit 1999 regelmäßig in Erscheinung. Mit «Kilroy» feierte er sein Debüt als Drehbuchautor. 2002 folgte das Debüt als Regisseur mit «Geständnisse - Confessions of a Dangerous Mind».

Unterstützer Barack Obamas und Einfluss im Sudan

Als überzeugter Kriegsgegner übte er öffentlich Kritik am ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush. Barack Obama unterstützte er 2012 im Wahlkampf mit Spenden von bis zu 15 Millionen US-Dollar, die er durch Spenden-Dinner einnahm. Mit seinem initiierten Projekt «Satellite Sentinel», einem Frühwarnsystem für Menschenrechtsverletzungen, engagiert er sich seit 2010 im Südsudan. 2013 wurde er dafür mit dem Deutschen Medienpreis ausgezeichnet.

Seit September 2021 ist er mit der britisch-libanesischen Juristin und Menschenrechtsanwältin Amal Alamuddin verheiratet, die weltweit humanitäre und juristische Hilfe leistet. Gemeinsam hat das Paar Zwillinge.

© dpa
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