Parkinson bei Lars von Trier diagnostiziert

Er zählt zu den bekanntesten Filmemachern Europas: Nun wurde bekannt, dass Lars von Trier an Parkinson leidet.
Der dänische Regisseur Lars von Trier ist laut Medienberichten an Parkinson erkrankt. © Tim Brakemeier/dpa

Die Parkinson-Diagnose des dänischen Filmemachers Lars von Trier wurde öffentlich gemacht, um Spekulationen über den Gesundheitszustand des 66-Jährigen vor der Premiere seines neuesten Projekts zu vermeiden. Das teilte von Triers Produktionsfirma Zentropa am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur mit.

Bereits am Montag hatte Zentropa mitgeteilt, dass die Krankheit bei dem Filmemacher festgestellt wurde. Von Trier sei jedoch guter Dinge und die Arbeit an «The Kingdom Exodus» werde wie geplant fortgesetzt, hieß es in der Mitteilung. Er werde allerdings vor der Premiere nur sehr eingeschränkt Interviews geben. «The Kingdom Exodus» ist eine Fortführung von Lars von Triers Serie «Geister» (im dänischen Original «Riget»), von der in den 1990er Jahren zwei Staffeln herauskamen. In Deutschland wurde die Serie erstmals 1995 auf Arte gezeigt.

Von Trier, der seinen Nachnamen dem Umstand verdankt, dass die Vorfahren seines Ziehvaters einst aus Trier nach Dänemark ausgewandert waren, gewann 2000 in Cannes für «Dancer in the Dark» mit der isländischen Musikerin Björk in der Hauptrolle die Goldene Palme. Der internationale Durchbruch war ihm 1996 mit dem mehrfach ausgezeichneten Drama «Breaking the Waves» gelungen.

Die langsam fortschreitende Parkinson-Erkrankung lässt Zellen im Gehirn sterben, die den Botenstoff Dopamin produzieren. Das behindert die Steuerung von Körperbewegungen und verursacht unter anderem das typische Zittern von Betroffenen.

Die Gesundheit von Lars von Trier war in den letzten Jahren immer mal wieder Thema. 2018 erzählte er der «Süddeutschen Zeitung» zum Beispiel, dass er ständig müde sei, sich kaum wachhalten könne. Sein Leben sei seit der Kindheit gezeichnet von Angst, Panikattacken und Depressionen, schilderte von Trier. Seine Psychopharmaka, sagte er damals, seien mittlerweile so hoch dosiert, dass die Hände ständig zitterten, womit er kaum sein Handy bedienen könne.

© dpa
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