Ähnlichkeiten mit Queen Mum: Herzogin Kate wird 40

09.01.2022 Von «Waity Katie» zum Rettungsanker der Monarchie: Die Herzogin von Cambridge hat eine enorme Entwicklung durchgemacht. Längst gilt Kate als Ruhepol der Royal Family. Das wird auch 2022 nötig sein.

Einst war Catherine Middleton vor allem eine Stil-Ikone, deren Look weltweit begeistert, und «Frau von». Doch längst hat Herzogin Kate an Statur gewonnen, wird nicht mehr automatisch in einem Atemzug mit ihrem Ehemann Prinz William genannt.

Vor ihrem 40. Geburtstag am Sonntag (9.1.) regnete es Lob und flächendeckende Anerkennung für Auftreten und Engagement.

Kate nimmt zentrale Rolle ein

Die Herzogin von Cambridge sei die «Geheimwaffe» der königlichen Family, schrieb die Royals-Expertin Emily Andrews in der Zeitung «The Sun». Der Tod von Queen-Gatte Prinz Philip im April 2021 habe gezeigt, dass sich das Goldene Zeitalter von Königin Elizabeth II. (95) dem Ende zuneige. Wenn die Queen stirbt, wird Prinz William Thronfolger. «Aber Kates ruhige Gelassenheit signalisiert, dass die Zukunft der Familie in den besten Händen ist», so Andrews.

Allzu geheim ist Kates zentrale Rolle aber gar nicht mehr. An Heiligabend zeigte der Sender ITV ein Weihnachtskonzert, das die Schwiegertochter von Thronfolger Prinz Charles zur Erinnerung an die «unbesungenen Helden» der Pandemie organisiert hatte. Die Herzogin griff selbst in die Tasten: Im roten Kleid spielte sie erstmals öffentlich Klavier, als Begleitung für Popstar Tom Walker.

Drei Kinder - neben Prinz George (8), Nummer drei der britischen Thronfolge, sind das Prinzessin Charlotte (6) und Prinz Louis (3) - und viel Einsatz für Wohltätigkeitsorganisationen mit zahlreichen Online-Videogesprächen während der Pandemie sorgen für einen vollen Terminkalender. Dazu kommen öffentliche Auftritte, bei denen sich Kate keinen Ausrutscher leisten darf. Das alles bewältigt sie mit Bravour, wie ihr Beobachter attestieren. Wie ein Hollywood-Star habe das «Golden Girl der Nation» gewirkt, als es zur Kino-Premiere des neuen James-Bond-Films erschien, schrieb Andrews.

Ruhepol der Familie

Dazu gilt Kate als Ruhepol der Familie. Unvergessen, wie sie nach Philips Beisetzung ihren Mann William mit Prinz Harry (37) ins Gespräch brachte und damit einen Waffenstillstand zwischen den zerstrittenen Brüdern ermöglichte. Mit ihrer Schwiegeroma Elizabeth soll die Herzogin eine enge Beziehung haben. Die Queen würdige Kates harte Arbeit und stille Zurückhaltung. Im Vergleich mit Harrys Ehefrau Herzogin Meghan, die in der britischen Boulevardpresse für den Riss des Queen-Enkels mit dem Palast verantwortlich gemacht wird, schneidet Kate stets deutlich besser ab.

«Die Menschen lieben William und Kate», sagte die frühere Royals-Sprecherin Colleen Harris. «Weil sie in ihnen normale Menschen mit Feenstaub sehen.» Längst vergessen die Zeit, als Catherine Middleton in der Bevölkerung als «Waity Katie» verspottet wurde - als «wartende Katie», weil das Paar, das sich im Studium an der schottischen Universität St. Andrews kennenlernte, bereits Jahre liiert war, ohne dass William ihr einen Hochzeitsantrag machte.

Vergleiche mit Williams Urgroßmutter

Mittlerweile vergleichen Kommentatoren die Jubilarin mit Williams Urgroßmutter Elizabeth. Kate werden starke Ähnlichkeiten mit der landesweit beliebten «Queen Mum» nachgesagt, die 2002 im Alter von 101 Jahren starb. Sie habe das gleiche Temperament, sagte ihr ehemaliger Privatsekretär Jamie Lowther-Pinkerton, der auch für «Queen Mum» arbeitete, der Zeitung «The Times». Kate sei zu allen höflich, nehme sich Zeit für Gespräche und sei zäh. «Sie hat dieses Königinmutter-Gefühl in sich, sodass sie da ist, wenn etwas getan werden muss», sagte Lowther-Pinkerton.

2022 wird einmal mehr ein besonderes Jahr für die Royals. 70 Jahre ist es mittlerweile her, dass Königin Elizabeth den Thron bestieg, große Feiern sind geplant. Doch das Jubiläum droht von Missbrauchsvorwürfen gegen den Queen-Sohn Prinz Andrew überschattet zu werden, gegen den es in New York zum Prozess kommen könnte. Viel Druck auf der Monarchie, die Last liegt auch auf Kate. «In den vergangenen 20 Jahren hat sie sich als Rettungsanker der Institution etabliert», sagte ihr früherer Berater David Manning der «Times». «Sie ist jetzt von zentraler Bedeutung für ihren künftigen Erfolg.»

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