Von der Vorband zur Rock-Ikone: Stevie Nicks wird 75

Früher putzte und kellnerte sie, dann bewegte sie Millionen Menschen als Stimme von Fleetwood Mac. Doch mit ihrem Aufstieg hatte Stevie Nicks auch mit Süchten zu kämpfen.
Rock-Ikone Stevie Nicks wird 75
Stevie Nicks tritt bei der Einführungszeremonie der Rock & Roll Hall of Fame im Barclays Center in New York auf. © Evan Agostini/Invision/dpa

Vor mehr als einem halben Jahrhundert wurde der Name Stevie Nicks zu einem der nicht mehr ganz so geheimen Geheimtipps der Musikszene San Franciscos. Ein bisschen Janis Joplin, ein bisschen Jimi Hendrix, ein bisschen Grace Slick. Und plötzlich war Singer-Songwriterin und Fleetwood-Mac-Mitglied Nicks ihre eigene Marke. Gerade tourt sie wieder durch die USA, spielt Konzerte mit Billy Joel und ist auf dem neuen Album von Dolly Parton zu hören. Diesen Freitag wird sie 75 Jahre alt. 

Nicks wurde 1948 in Phoenix geboren und zog später nach Kalifornien. In der High School lernte sie einen gewissen Lindsey Buckingham kennen - und ihre musikalische Partnerschaft nahm ihren Lauf. Sie dachte darüber nach, Friseurin zu werden, doch Nicks' Leidenschaft für Gesang und Songwriting trieb auch ihren Ehrgeiz voran. Das Geld verdiente sie dabei zunächst allein, erzählte Nicks vor einigen Jahren: «Drei Kellnerinnenjobs und zwei Putzfrauenjobs waren cool: Lindsey feilte an der Musik - ich habe in Restaurants und schmutzigen Häusern gearbeitet.»

Einstieg bei Fleetwood Mac

1968 erlangte das Paar in San Francisco lokale Bekanntheit mit ihrer Gruppe Fritz, die als Vorband für namhafte Acts wie Janis Joplin und Jimi Hendrix auftrat. Inspiriert durch ihre Einflüsse ahmte Nicks Joplins Energie, den Gesangsstil von Grace Slick von der Band Jefferson Airplane und Hendrix' Kleidungsstil nach.

Aufmerksam auf die Talente von Nicks und Buckingham wurde auch Mick Fleetwood, der sie trotz ihrer turbulenten Beziehung 1975 einlud, sich seiner Band Fleetwood Mac anzuschließen. Beim Songschreiben ließen sich die beiden dabei von ihrem Streit inspirieren. Das selbstbetitelte Album von Fleetwood Mac im Jahr 1975 markierte Nicks' Durchbruch, wobei ihre Titel «Rhiannon» und «Landslide» sofort zu Hits wurden. Das 1977 veröffentlichte Folgealbum «Rumours» festigte ihren Star-Status, blieb 31 Wochen an der Spitze der Charts und erhielt einen Grammy.

Auch solo unterwegs

Doch Nicks zog es auch allein auf die Bühne: 1981 erschienen ihr erstes Soloalbum «Bella Donna», das die Spitze der Charts erreichte und beliebte Singles wie «Edge of Seventeen» und «Leather and Lace» enthielt. Es folgten Touren unter anderem mit Bob Dylan und Tom Petty. Während dieser Zeit ließen sie Drogenprobleme aber nicht los - und brachten sie letztlich in eine Entzugsklinik.

Trotz erfolgreicher Jahre als Solokünstlerin blieb Nicks Fleetwood Mac treu: Immer wieder ging sie mit der Band auf Tour, zuletzt 2019 unter anderem auch in Berlin - allerdings war ihr Jugendfreund Buckingham mittlerweile ausgeschieden. In die «Rock & Roll Hall of Fame» ist sie übrigens als erste Frau zweimal aufgenommen worden: mit Fleetwood Mac und als Solokünstlerin.

Vor knapp zehn Jahren veröffentlichte Nicks ihre bislang letzte Platte «24 Karat Gold: Songs from the Vault», das überarbeitete Versionen früherer Demos präsentierte. Darüber hinaus trat sie in namhaften Fernsehsendungen wie «The Voice» und «American Horror Story» auf. Und natürlich geht sie noch immer auf Tour: Bis Dezember stehen noch knapp 20 Soloshows in Nordamerika an.

© dpa ⁄ Benno Schwinghammer, dpa

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