Wuchtiger, erdiger: Neues Album von Maggie Rogers

27.07.2022 Vor sechs Jahren landete die US-Sängerin und Songwriterin Maggie Rogers als Studentin einen Überraschungshit mit «Alaska». Nun hat sie ihr Studium beendet und veröffentlicht ihr zweites Album.

Maggie Rogers legt mit «Surrender» ihr zweites Album vor. © Olivia Bee/Universal Music/dpa

Mit ihrem Auftritt beim berühmten Coachella-Festival in Kalifornien hat die US-Sängerin und Songwriterin Maggie Rogers in diesem Jahr Punkte gesammelt - und zwar im Wortsinne. Das Konzert war nämlich ein Bestandteil ihrer Abschlussprüfung an der Harvard Divinity School. Dort hat die 28-Jährige gerade ihren «Master of Religion & Public Life» gemacht. Während sie ihr Studium erfolgreich zu Ende brachte, arbeitete Rogers intensiv an einem neuen Album.

«Surrender» ist nach diversen EPs und Independent-Veröffentlichungen offiziell die zweite Studioplatte der Sängerin aus Maryland, die mit «Alaska» 2016 einen Überraschungshit gelandet hatte. Der Erfolg ihrer Single wurde damals maßgeblich durch Sänger und Produzent Pharrell Williams («Happy») befeuert, der als Gastdozent an der Universität total beeindruckt von der Studentin war. Ein Video davon, wie er ihr Lied hört, wurde bei Youtube 2,5 Millionen Mal geklickt.

Gegenüber dem eher sanften, elektronisch angehauchten Debüt «Heard It In A Past Life» sind die neuen Songs von Maggie Rogers etwas wuchtiger, erdiger und teils rockiger. Auf der Single «Want Want» singt sie über einem unruhigen Klangteppich aus treibenden Drums und krachenden Industrial-Soundeffekten. Bei «Shatter» trifft Synthiepop auf Garagenrock. «Honey» ist wuchtiger Pop mit Post-Grunge-Einschlag.

Dazwischen schlägt sie mit abgespeckten Balladen wie «Horses» oder «Begging For Rain» ruhigere Töne an - wobei es nicht immer so bleibt. Denn oft lässt sich am Anfang eines Songs gar nicht absehen, wohin die klangliche Reise geht. So, wie es Pharrell damals ihr und ihren Studienkolleginnen empfohlen hatte, probiert Maggie Rogers furchtlos verschiedene Sounds und Instrumente aus. Das klingt mal mehr, mal weniger gut, aber meistens interessant. Und manche Lieder entfalten sich erst bei mehrfachem Hören.

© dpa

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