Regener Pappik Busch machen nochmal Jazz

30.05.2022 Wenn Rock- und Popmusiker Jazz machen, kann das böse daneben gehen. Sven Regener, Richard Pappik und Ekki Busch haben jedoch schon bewiesen, dass sie es können. Und sie zeigen es nun gleich nochmal.

Ekki Busch, Sven Regener und Richard Pappik verbindet die Liebe zum Jazz. © Charotte Goltermann/Universal Music/dpa

Es war viel zu schön (und viel zu erfolgreich) für einen lediglich einmaligen Seitensprung: das Cool-Jazz-Album «Ask Me Now», mit dem der Sänger, Trompeter und Bestseller-Autor Sven Regener 2021 die Musikwelt überraschte.

Wieder zusammen mit Richard Pappik (Schlagzeug) und Ekki Busch (Piano), zwei Freunden von seiner populären Deutschpop-Band Element Of Crime, legt der in Bremen geborene Wahl-Berliner nun den Nachfolger «Things To Come» vor - und erneut funktioniert die unkonventionelle Herangehensweise im Trio.

Er lässt seine Trompete glänzen

Auch diesmal singt Regener (61) in den zehn Stücken keinen Ton - aber er habe ja ohnehin «die Trompete immer als meine schönere Stimme empfunden», wie der vom Punk kommende Musiker und Schriftsteller («Herr Lehmann», «Glitterschnitter») der Deutschen Presse-Agentur zu seinem Jazz-Debüt sagte. Das hell glänzende (und erneut glänzend gespielte) Blasinstrument bekommt daher auch in den nun ausgewählten Standards von Thelonius Monk, John Coltrane, Charlie Parker oder Miles Davis viel zu tun.

Der stets schnoddrig-sympathisch daherkommende Regener spricht von einem «sehr rustikalen Trio» mit Pappik und Busch - und einem «sehr punkigen Ansatz». Und er freut sich immer noch über die zunächst etwas verschroben anmutende Jazz-Idee: «Das Gute an dem Konzept ist ja, dass wir Stücke spielen, die andere geschrieben haben, die vielleicht auch schon tausende Mal aufgenommen wurden - aber wir spielen sie mit unserem Sound, auf unsere Art, mit unseren Mitteln. (...) Im Grunde genommen so was wie "James Last", nur ganz anders.»

«Ask Me Now» landete im März 2021 sofort an der Spitze der deutschen Jazz-Charts und auf Platz 15 bei den Pop-Hits. Auch «Things To Come» hört man den Spaß und zugleich die Ernsthaftigkeit der drei Musiker zu jeder Sekunde an. Mag auch der Überraschungseffekt nun ausbleiben - diese zugleich wilde und wunderbar warmherzige Platte trifft (gerade auch in Doppel- und Dreifach-Krisenzeiten) abermals mitten ins Herz. Jetzt möchte man das Jazz-Projekt Regener Pappik Busch nach all den Corona-Erschwernissen nur endlich auch mal live sehen.

© dpa

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