Omega-Frontmann Janos Kobor gestorben

06.12.2021 In Ungarn und im ehemaligen Ostblock war Omega eine absolute Erfolgsband. Jetzt starb der Frontmann Janos Kobor an einer Corona-Infektion. Er war nicht geimpft.

Die ungarische Rock-Legende Janos Kobor, Gründer und Frontmann der Kult-Band Omega, ist am Montag im Alter von 78 Jahren nach kurzer Krankheit gestorben. Dies berichtete die staatliche Nachrichtenagentur MTI unter Berufung auf das Management der Band.

Medienberichten zufolge war der Musiker Anfang November mit einer Corona-Infektion in ein Budapester Krankenhaus aufgenommen worden. Sein Zustand wurde seitdem als kritisch beschrieben.

Legendäres Konzert 1982 in Berlin

Omega war wohl die erfolgreichste Band der ungarischen Pop-Geschichte. Das 1962 gegründete Ensemble gab 17 Alben heraus, die weltweit 50 Millionen Mal verkauft wurden. Im damaligen Ostblock maß man den Rockern aus Budapest den gleichen Status zu wie den Rolling Stones. 

Legendär sind die Konzerte von 1982 im Berliner Plänterwald, wo Omega im strömenden Regen ohne Bühnenüberdachung vor 35 000 Fans spielte. Wegen Konflikten mit der DDR-Bürokratie trat die Band danach kaum noch in der DDR auf. Der Omega-Song «Das Mädchen mit dem Perlenhaar» wurde unter anderem von Frank Schöbels («Schreib es mir in den Sand») und den Scorpions («White Dove») gecovert.

Kobor diplomierte an der TU Budapest als Bauingenieur, übte aber den Beruf wegen der Musik nie aus. Als charismatischer Lead-Sänger von Omega begeisterte er mit seiner blonden Mähne die Massen. Das lange blonde Haar als Markenzeichen legte er selbst im gesetzteren Alter nicht ab. Auch der für ihn kennzeichnende Elan und sein Tatendrang verließen ihn bis zuletzt nicht. 

Dabei sollte Omegas jüngstes Album mit dem bezeichnenden Titel «Testamentum» (Testament) definitiv das letzte bleiben. Als es Ende 2020 herauskam, waren unmittelbar zuvor der Keyboarder Laszlo Benkö und der - schon länger nicht mehr auftretende - Bassist Tamas Mihaly gestorben. Kobor sprach dennoch davon, in irgendeiner Form weitermachen zu wollen.

In einem Interview meinte er, dass er sich nicht gegen Corona impfen lassen werde, weil sein eigenes Immunsystem stark genug sei. Als bald 80-Jähriger sei er nie ernsthaft erkrankt. Am Ende beteten tausende Fans für die Gesundheit ihres im Krankenhaus liegenden Idols. Es sollte nichts mehr helfen. Kobor hinterlässt seine Ehefrau, die gemeinsame 14-jährige Tochter und einen erwachsenen Sohn aus erster Ehe.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News

Top News

1. bundesliga

Bundesliga: Hertha-Präsident Gegenbauer erklärt Rücktritt

Internet news & surftipps

Snapchat: Snap-Aktie fällt um 40 Prozent nach Geschäftswarnung

Auto news

Automobilwirtschaft: Brennstoffzellen treiben neue Transporter an

Tv & kino

«Top Gun: Maverick»: Wie Jerry Bruckheimer Tom Cruise überzeugte

Das beste netz deutschlands

Featured: Giga AR Fitness App: Dein Workout mit Augmented Reality

Handy ratgeber & tests

Featured: Smarte Vatertag-Gadgets: Von der Bluetooth-Kühlbox bis zur Flugdrohne

People news

Schauspieler: Was Viggo Mortensen über das Altern denkt

Gesundheit

Jetzt Basisimmunität aufbauen: Stiko empfiehlt Corona-Impfung bei Fünf- bis Elfjährigen

Empfehlungen der Redaktion

Musik news

Rockband: Schock für Rock-Welt: Taylor Hawkins von Foo Fighters tot

Musik news

Musiker: Ex-Turbonegro-Sänger Hank Von Helvete gestorben

Musik news

Die Toten Hosen: «70 ist die neue 60, ihr Lutscher» - Song umgedichtet

Musik news

Dokumentation: Zum Geburtstag: Das Ost-«Auswärtsspiel» der Toten Hosen

Musik news

US-Band: Von Ozzy bis Ringo: Rock-Stars trauern um Taylor Hawkins

Musik news

Jubiläum: Punk-Geburtstag: 40 Jahre Die Toten Hosen

Musik news

Rockmusiker: Keith Richards spürt «neue Energie» - Europa-Tournee?

Regional niedersachsen & bremen

Musik: 40 Jahre Die Toten Hosen: Campino mit «Riesendankbarkeit»