Ennio Morricones Sohn: Klarer Berufswunsch schon als Kind

Er musste in große Fußstapfen treten: Andrea Morricone will ab November eine weltweite Konzertreihe zu Ehren seines Vaters Ennio Morricone leiten. Schon früh kannte der 57-Jährige seine Berufung.
Andrea Morricone leitet ab November 2022 eine weltweite Konzertreihe zu Ehren seines Vaters. © Johannes Neudecker/dpa

Der Sohn des berühmten Filmmusik-Komponisten Ennio Morricone («Spiel mir das Lied vom Tod») musste als Jugendlicher nicht lange nachdenken, um zu wissen, was er einmal werden wollte.

«Eines Tages war ich alleine im Studio und ich habe gesagt: Ich würde gerne eines Tages ein musikalisches Thema schreiben können», sagte Andrea Morricone der Deutschen Presse-Agentur in Rom. Ab November will der 57-jährige Italiener als Chefdirigent eine weltweite Konzertreihe zu Ehren seines Vaters leiten. Darin werden zu Filmausschnitten bekannter Western-Klassiker die Lieder Ennio Morricones gespielt.

Morricone-Tour kommt auch nach Deutschland

«Wir sind motiviert und stolz, das in die Welt zu tragen, weil wir den Wert dieser Musik kennen», sagte Morricone in der Wohnung direkt an der zentralen Piazza Venezia, in der sein Vater einst Musik komponierte. Die Tour soll auch in Berlin und Frankfurt am Main Station machen. Mit dem Orchester in Berlin arbeite er immer sehr gerne zusammen, erklärte Morricone weiter.

Vater und Sohn begannen schon früh, zusammen Musik für das Kino zu komponieren. Für den italienischen Streifen «Nuovo Cinema Paradiso» aus dem Jahr 1988 schrieben sie die Filmmusik («The Love Theme») und erhielten dafür 1991 den British Academy Film Award in der Kategorie beste Filmmusik.

Über den Vater: «Verschlossen, mysteriös und ironisch»

Ennio Morricone starb am 6. Juli 2020 im Alter von 91 Jahren nach einem Oberschenkelhalsbruch. Das Musik-Genie galt als einer der wichtigsten Komponisten für den Film. Laut Andrea Morricone war sein Vater streng. «Er war eine sehr verschlossene, mysteriöse, manchmal spirituelle und ironische Person.» Beim Mittagessen habe er manchmal kein Wort gesprochen. Stattdessen sorgte seine Mutter für das Tischgespräch.

Auf der Bühne fühlt Morricone nach seinen Worten, dass sein Vater immer noch bei ihm ist. «Die Musik meines Vaters ist mein echtes Zuhause. Zwischen mir und meinem Vater besteht eine sehr starke Beziehung, denn ich kenne seine Musik so gut.»

© dpa

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