Yeah Yeah Yeahs nach neun Jahren zurück

Neun Jahre ist es her, dass die Yeah Yeah Yeahs zuletzt ein Album herausgebracht haben. Nun ist das Art-Punk-Trio mit «Cool It Down» zurück - und besorgt wegen einer der größten Herausforderungen.
Schlagzeuger Brian Chase (l-r), Sängerin Karen Orzolek und Gitarrist Nicholas Zinner vom Art-Punk-Trio Yeah Yeah Yeahs. © David Black/Katja Behrens/Promotion PR/dpa

Mit ihrem so gewohnten wie außergewöhnlichen Mix aus Synthiepop und Indie-Rock melden sich die Yeah Yeah Yeahs nach rund neun Jahren zurück: «Cool It Down» heißt das fünfte Studioalbum des Art-Punk-Trios aus New York. Für ihr Comeback hat sich die Band um Karen Orzolek (Karen O.) seit «Mosquito» (2013) viel Zeit gelassen.

Doch dass die Pause zwischen den beiden Alben so groß würde, hatte die Gruppe selbst nicht gedacht, wie die Sängerin über ihr Label Secretly Canadian erklärte. Anfang 2020, als man über zukünftige Projekte sprach, kam die Corona-Pandemie, und das Leben änderte sich.

Karen O. träumte von Orten, an denen sie gemeinsam auf Tour waren. «Mein Gehirn hat mich an all diese Orte geführt. Und zum ersten Mal hatte ich das Gefühl: Was, wenn wir das nicht noch einmal machen können? Nach dem kollektiven Trauma, das wir erlebt hatten, wollte ich unbedingt in einem Raum zusammenkommen und jammen, um zu sehen, was unser Unterbewusstsein nach der Pandemie freisetzen würde.»

Herausgekommen sind acht neue Songs, die sich teils mit genau dieser Sorge um die Zukunft beschäftigen. Es geht auch um Gedanken zur Klimakrise, die sich durch einige Lieder ziehen. In «Burning» hat Karen O. zum Beispiel ihre Erinnerungen an die Waldbrände in Los Angeles im Jahr 2020 verarbeitet.

Während Songs wie «Burning» kraftvoll und rockig klingen, wirken andere recht melancholisch In «Mars», dem letzten Lied des Albums, spricht Karen O. mehr, als dass sie singt. Dadurch erinnert das Stück an ein Gedicht. «Es ist konfrontativ, und es ist emotional, und es geht um Dinge, die niemand sehen will», sagte Karen O. zu dem Album und seiner Stimmung.

Im ersten Song «Spitting Off The Edge Of The World» formuliert sie ihre Klima-Ängste als Gespräch mit ihrem Sohn. «Ich sehe die jüngeren Generationen, die auf diese Bedrohung starren, und sie stehen am Rande eines Abgrunds und stellen sich dem, was kommt, mit Wut und Trotz», so Karen O. «Das macht Mut, und es gibt Hoffnung.»

Die neue Platte der Yeah Yeah Yeahs ist daher nicht nur ein von vielen Fans lang ersehntes Comeback, sondern mit dem Titel «Cool It Down» vielleicht auch ein Appell, die Welt vor der Erderwärmung zu retten: Kühl' es ab.

© dpa

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