Verband weist angebliche Abreise-Drohung von Ronaldo zurück

Die Startelf-Degradierung von Superstar Cristiano Ronaldo sorgt in Portugal weiter für Diskussionen. Einem Bericht zufolge drohte der Superstar sogar mit der WM-Abreise.
Ein seltenes Bild: Cristiano Ronaldo als Bankdrücker. © Tom Weller/dpa

Portugals Fußball-Verband hat Berichte über eine angebliche Abreise-Drohung von Superstar Cristiano Ronaldo wegen dessen Reservisten-Rolle zurückgewiesen.

Der Verband stellte klar, dass Ronaldo «zu keinem Zeitpunkt damit gedroht hat, die Nationalmannschaft in Katar zu verlassen», hieß es in einer Mitteilung. Zuvor hatte die portugiesische Zeitung «Record» berichtet, Ronaldo habe mit einer Abreise von der WM gedroht, nachdem er von seiner Startelf-Ausbootung im Achtelfinale erfahren hatte.

Nationaltrainer Fernando Santos soll Ronaldo demnach vor dem 6:1 gegen die Schweiz in einem «angespannten Gespräch» mitgeteilt haben, dass der Superstar zunächst auf der Bank sitzen werde. Es war das erste Mal seit 2008, dass der Offensivspieler in einer Partie Portugals bei einem großen Turnier nicht zur Anfangsformation gehörte. Es habe sich eine heftige Diskussion entwickelt, in deren Verlauf Ronaldo damit gedroht habe, Katar zu verlassen, berichtete «Record». Der 37-Jährige habe seine Meinung dann aber geändert.

Ronaldo reagierte später auf Twitter, allerdings ohne explizit Bezug auf den Bericht und die Verbands-Stellungnahme zu nehmen. «Eine Gruppe, die zu vereint ist, um von äußeren Kräften zerbrochen zu werden», schrieb er zu einem Jubelbild der Mannschaft. «Eine Nation, die zu mutig ist, um sich von einem Gegner einschüchtern zu lassen. Ein Team im wahrsten Sinne des Wortes, das bis zum Ende für den Traum kämpfen wird! Glaubt an uns!»

Der Verband teilte nun mit, Ronaldo baue «jeden Tag eine einzigartige Geschichte im Dienste der Nationalmannschaft und des Landes auf, die respektiert werden muss und die von einem unbestreitbaren Engagement für die Seleção zeugt». Auch beim Achtelfinal-Sieg gegen die Schweiz habe sich gezeigt, wie Ronaldo sich für die Mannschaft engagiere. Der Kapitän war in der 74. Minute eingewechselt worden und hatte die ersten beiden Treffer seines Teams als Ersatzspieler mit bejubelt. Nach dem Schlusspfiff verschwand er als Erster in der Kabine.

© dpa
Weitere News
Top News
Formel 1
Motorsport-Königsklasse: Audi erwirbt für Formel-1-Projekt Anteile an Sauber-Team
Tv & kino
Abschied: Trauer um Annie Wersching - Schauspielerin stirbt mit 45
Reise
Sightseeing mit Gruselfaktor: Mörderische Stadttouren: Dem Verbrechen auf der Spur
Das beste netz deutschlands
Komfortabel, aber platzraubend: Hat der Desktop-PC noch Zukunft?
Das beste netz deutschlands
Kostenloser Helfer: Monitore: Pixelfehler per Software beheben
Internet news & surftipps
Technologie: KI-Hype um ChatGPT: «System kaum kritisch reflektiert»
Tv & kino
IBES 2023: Unerwartete Königin: Djamila Rowe gewinnt das Dschungelcamp
Tv & kino
Saarland: Rührende Freude bei Filmfestival Max Ophüls Preis
Empfehlungen der Redaktion
Wm news
Fußball-WM: Santos: Ronaldo-Ausbootung «nicht sehr glücklich»
Wm news
Fußball-WM: Ronaldo hakt Traum vom WM-Titel ab: Habe hart dafür gekämpft
Wm news
Fußball-WM: Santos will vor Viertelfinale keine Ronaldo-Debatte
Wm news
Portugals 6:1-Gala: «Beeindruckend»: Ramos übernimmt Ronaldos WM-Hauptrolle
Fußball news
Nach der Fußball-WM: Portugal trennt sich nach Viertelfinal-Aus von Santos
Wm news
Fußball-WM: Zweikämpfer und Anführer: Pepe macht Portugal besser
Fußball news
Unterschiedliche Berichte: Ronaldo entscheidet sich für saudischen Club Al-Nassr
Wm news
Nach WM-Aus: «Ende einer Ära?» - Ronaldos Tränen und die Zukunftsfrage