Cissé nach Senegals WM-Aus: Lücke zu Top-Teams der Welt

Senegal-Coach Aliou Cissé ist nach der höchsten WM-Niederlage seines Teams ernüchtert und sieht eine Lücke zu den Top 5. Über seine Zukunft will er nach dem Achtelfinal-Aus nicht sprechen.
Senegals Trainer Aliou Cissé vor dem Spiel. © Robert Michael/dpa

Senegals Fußball-Nationaltrainer Aliou Cissé hat nach dem WM-Aus seiner Mannschaft auf den Abstand zwischen den absoluten Top-Teams der Welt und afrikanischen Mannschaften verwiesen.

«Wir haben gegen eins der Top-5-Teams der Welt gespielt, den Unterschied hat man heute gesehen», sagte der 46-Jährige nach dem 0:3 im Achtelfinale gegen England. Es war die bisher höchste WM-Niederlage in der Geschichte des Landes.

Der afrikanische Fußball müsse weiter daran arbeiten, auf diesem Niveau konkurrenzfähig zu sein, forderte Cissé. «Das ist ein laufender Prozess. Wir haben hart gearbeitet und wir müssen weiter arbeiten, um gegen Teams eines solchen Kalibers besser zu spielen.» Der afrikanische Fußball entwickle sich ständig weiter, «aber das geht nicht über Nacht. Wenn wir dieses Turnier gewinnen wollen, müssen wir weitermachen.»

«Spiele werden durch Kleinigkeiten entschieden»

Gegen England bemängelte Cissé trotz einer starken Anfangsphase die Unkonzentriertheiten seines Teams in der Defensive. «Wir haben Fehler gemacht und dafür bezahlt», klagte er. «Spiele werden durch Kleinigkeiten entschieden, das nutzen starke Teams aus.» Er habe sich bewusst dafür entschieden, sein Team offensiver aufzustellen als zuletzt. «Wir wollten nicht den Bus vor dem Tor parken und warten, bis sie treffen.» Der Senegal spielte starke 40 Minuten und hätte in Führung gehen können, ehe England die Partie entschied.

Über seine eigene Zukunft wollte der ehemalige Nationalspieler nach dem Aus nicht reden. «Wir haben ein Spiel verloren und sind ausgeschieden, ich will die Lehren daraus ziehen und dann werden wir sehen», sagte der Coach des Afrikameisters, der seinen Vertrag erst kurz vor der WM bis 2024 verlängert hatte. «Wir werden sehen, was die Zukunft bringt.»

© dpa
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