Kanada hofft auf historischen WM-Punkt gegen Marokko

Ungeachtet des bereits feststehenden WM-Aus will Kanada im letzten Gruppenspiel gegen Marokko den nächsten historischen Coup landen. «Das ist eine große Möglichkeit für einen weiteren Schritt nach vorn. Wir wollen wieder Geschichte schreiben», sagte Trainer John Herdman.
Hofft auf historischen WM-Punkt für Kanada: Trainer John Herdman auf der Pressekonferenz zum Spiel gegen Marokko. © Nathan Denette/Canadian Press via ZUMA Press/dpa

Beim 1:4 gegen Kroatien gelang Alphonso Davies vom FC Bayern München das erste Tor der kanadischen WM-Geschichte, nun soll der erste Punkt am Donnerstag (16.00 Uhr/Magenta TV) gegen Marokko folgen. Bei seiner ersten WM-Teilnahme 1986 in Mexiko war Kanada punkt- und torlos ausgeschieden.

«Wir wollten die Leute stolz machen»

Herdman unterstrich erneut die Bedeutung der WM für die Entwicklung des Fußballs in der Eishockey-Nation Kanada. «Dieses Turnier sollte etwas auslösen, eine Initialzündung sein. Man kann auch zu einer WM fahren, kein Tor schießen und einfach nur 90 Minuten verteidigen. Aber dafür sind wir nicht hier. Wir wollten die Leute stolz machen und Vorfreude auslösen auf alles, was noch kommt», sagte Herdman. «Die Kids in der Schule haben uns hier gesehen. Sie haben das Tor von Davies gesehen. Sie wissen jetzt, dass wir ein Fußball-Land sind. Das kann man nicht mehr abstreiten.»

Kanada ist neben den USA und Mexiko Gastgeber der WM 2026. Ob Herdman dann noch Trainer ist, wollte er nicht klar mit beantworten. «Ich arbeite seit elf Jahren in diesem Land, ich war so lange Pionier. Es gibt keinen anderen, der so viel Leidenschaft hat wie ich, die Mannschaft auf das nächste Level zu heben. Wir haben großartige vier Jahre vor uns und ich kann es kaum erwarten», sagte der 47 Jahre alte Engländer. Nach dem Spiel gegen Marokko wolle er auf das Turnier zurückblicken und einen Ausblick geben.

Herdman war bis 2018 Trainer der Frauenfußballerinnen und hatte das Team zu zwei Bronzemedaillen bei Olympischen Spielen geführt. Im Januar vor vier Jahren übernahm der Nordengländer die Männer mit dem Ziel, eine gute Rolle bei der Heim-WM 2026 zu spielen.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Kanada: 18 Borjan - 2 Johnston, 5 Vitoria, 4 Miller, 22 Laryea - 7 Eustaquio, 13 Hutchinson - 11 Buchanan, 19 Davies - 20 David, 17 Larin

Marokko: 1 Bono - 2 Hakimi, 6 Saiss, 5 Aguerd, 3 Mazraoui - 4 Amrabat - 8 Ounahi, 15 Amallah - 7 Ziyech, 17 Boufal - 19 En-Nesyri 

Schiedsrichter: Raphael Claus (Brasilien)

© dpa
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