Lewandowski: «Fällt mir schwer, das zu akzeptieren»

Wieder wird es nichts mit dem verflixten ersten WM-Tor für Robert Lewandowski. Der Weltfußballer scheitertet in einer Spezialdisziplin.
Polens Robert Lewandowski geht nach dem Spiel mit gesenktem Kopf über den Platz. © Nick Potts/PA Wire/dpa

Diesen Elfmeter-Fehlschuss kann Robert Lewandowski sicher nur im Falle eines Einzugs in das WM-Achtelfinale abhaken.

«Wir haben klug gespielt und hätten gewinnen müssen. Umso schwerer fällt es mir, das zu akzeptieren», haderte der Weltfußballer nach dem 0:0 gegen Mexiko. Statt sich mit seinem ersten WM-Tor überhaupt zum Star des Abends zu krönen, scheiterte der Weltfußballer in seiner Spezialdisziplin vom Punkt - und das erst zum zweiten Mal im Nationaltrikot.

«Entschuldigung und danke für all die Worte der Unterstützung», schrieb Lewandowski in der Nacht zum Mittwoch bei Instagram. Man werde um das Weiterkommen kämpfen. Und trotz des Fehlschusses vor 39 369 Zuschauern sind die Chancen auf die erste K.o.-Runde bei einer WM seit 36 Jahren gar nicht so schlecht. Bei einem Sieg am Samstag gegen Überraschungs-Tabellenführer Saudi-Arabien gingen die Polen mutmaßlich als Spitzenreiter in das Gruppenfinale gegen Argentinien.

Deren Superstar Lionel Messi verwandelte zwar seinen Strafstoß, am Ende stand er mit einer 1:2-Pleite da. Ganz so hart traf es die Polen nicht, wenngleich sie zumindest die gefühlten Verlierer waren. «Wir nehmen einen Punkt mit. Natürlich sind wir enttäuscht wegen des Elfmeters, aber das ist Fußball, das kann passieren», sagte der Augsburger Robert Gumny. «Robert ist ein großartiger Spieler, unser Kapitän, das kann passieren im Fußball.»

Und er ist ein Spieler, der eine atemberaubende Elfmeterquote hat. Von 14 Strafstößen im Nationaltrikot verschoss er nur zweimal - vor dem Dienstagabend in Doha vor über zwölf Jahren beim 1:2 gegen Australien. Insgesamt  verwandelte er von 80 Elfmetern 71. «Robert ist ein großer Spieler, ohne ihn wären wir gar nicht hier», sagte Torhüter Wojciech Szczesny.

Dass es ausgerechnet im Stadion 974 am Hafen Dohas nicht glückte, schrieben Beobachter aus seiner Heimat auch Schiedsrichter Christopher Beath zu. Der Ball habe demnach nicht gut gelegen, Lewandowski musste nachbessern. «Aber das ist ein Elfmeter. Es gibt keine Möglichkeit, das zu erklären. Das ist eine Lotterie, daher ist es schwer zu erklären, was er tut. Wenn jeder schon vorher wüsste, was passiert,  wäre es viel einfacher», sagte Lewandowski. Das habe «weh getan», sagte der 34-Jährige. Doch der Punktgewinn gebe Zuversicht für die nächsten Aufgaben. «Das nächste Spiel wird Antworten geben.»

© dpa
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