Serie beendet: Swiatek als nächste Titel-Kandidatin raus

02.07.2022 Im Wimbledon-Achtelfinale der Damen-Konkurrenz sind nur noch zwei der zehn am besten gesetzten Spielerinnen dabei. Zum Abschluss der dritten Runde erwischt es auch die Top-Favoritin.

Scheiterte an der Französin Alizé Cornet: Iga Swiatek beim Aufschlag. © Steven Paston/PA Wire/dpa

In einem Damen-Turnier der großen Überraschungen hat es in Wimbledon nun auch die Dominatorin der vergangenen Monate erwischt. Nach 37 Erfolgen und mehr als vier Monaten riss die imposante Siegesserie der Weltranglisten-Ersten Iga Swiatek beim Rasen-Klassiker.

Die 21-Jährige verlor am Samstag in der dritten Runde mit 4:6, 2:6 gegen die Französin Alizé Cornet. Die Polin hatte die French Open sowie die vorigen fünf Tennis-Turniere gewonnen und war auch in Wimbledon die Topfavoritin.

«Ich war nicht in meiner besten Verfassung, also wusste ich, dass dies passieren konnte», sagte Swiatek, die weniger gerne auf Rasen spielt. «Gerade bin ich zufrieden mit meiner Serie, ich bin froh, dass ich das geschafft habe.»

Damit sind im Achtelfinale nur noch zwei von den zehn am besten gesetzten Spielerinnen dabei: die Tunesierin Ons Jabeur und Paula Badosa aus Spanien. Auch Jule Niemeier und Tatjana Maria als verbliebene deutsche Profis haben bislang jeweils eine Top-Ten-Spielerin aus dem Turnier geworfen.

Cornet: «geschmeichelt, dass ich sie geschlagen habe»

Bei ihrer ersten Niederlage seit dem 16. Februar unterliefen Swiatek 33 unerzwungene Fehler, ihr zweiter Aufschlag wurde immer wieder von Cornet attackiert. Die 32-Jährige ist in Wimbledon zwar bislang noch nie über das Achtelfinale hinausgekommen, hatte aber bei dem Turnier unter anderem auch schon den amerikanischen Superstar Serena Williams geschockt.

«Mir fehlen die Worte, es erinnert mich daran, wie ich auf dem gleichen Platz Serena bezwungen habe», sagte Cornet auf Court 1. «Ich bin ein großer Fan von Iga, sie ist so talentiert und so eine nette Tennis-Botschafterin. Ich fühle mich geschmeichelt, dass ich sie geschlagen habe.» Angesprochen auf ihr Alter scherzte sie: «Ich bin wie guter Wein. In Frankreich altert guter Wein immer gut.» Im Achtelfinale trifft Cornet auf die ebenfalls ungesetzte Ajla Tomljanovic aus Australien.

Mit Cornets Landsfrau Harmony Tan hatte niemand vor dem Turnier als Achtelfinal-Teilnehmerin gerechnet. Die 24 Jahre alte Bezwingerin von Serena Williams gewann in 51 Minuten 6:1, 6:1 gegen die Britin Katie Boulter und fordert nun Amanda Anisimova heraus. Die 20-Jährige hatte im US-Duell mit der zwei Jahre jüngeren Coco Gauff 6:7 (4:7), 6:2, 6:1 triumphiert und ebenfalls eine mögliche Titelanwärterin geschlagen.

© dpa

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