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Turnerin Simone Biles meldet sich zurück

Turnstar Simone Biles hat ein starkes Comeback gefeiert. Bei den U.S. Classics in Chicago zeigte sie eine Leistung, die die viermalige Olympiasiegerin selbst nicht erwartet hatte.
Simone Biles
Simone Biles (M) jubelt nach ihrem Sieg in Chicago. © Morry Gash/AP

Nach ihrer erstaunlichen Rückkehr war US-Turnstar Simone Biles völlig aus dem Häuschen.

«Es gibt noch einige Dinge, an denen ich arbeiten muss, aber für den ersten Wettkampf nach meiner Rückkehr würde ich sagen, dass er ziemlich gut gelaufen ist. Ich bin sehr schockiert und überrascht», sagte die 26-Jährige, nachdem sie sich erfolgreich aus einer mehr als zweijährigen Wettkampfpause zurückgemeldet hatte.

Bei den U.S. Classics in Chicago gewann Biles nicht nur die Gerätefinals am Boden und am Schwebebalken, sondern setzte sich ebenso im Mehrkampf durch - mit einem Vorsprung von fünf Punkten auf die zweitplatzierte Leanne Wong. Die vierfache Olympiasiegerin von Rio 2016 sendete damit ein Signal weit über Chicago hinaus: Ihre Zeit ist noch lange nicht vorbei.

Blackout und mentale Probleme

Dabei liegen hinter Biles schwierige Monate und Jahre. Ihren bislang letzten Wettkampf hatte die US-Amerikanerin im Juli 2021 bei den Olympischen Spielen in Tokio bestritten. Nach einem Blackout am Sprung hatte sie das Finale des Mannschaftswettbewerbs abgebrochen. Biles machte damals mentale Probleme öffentlich und verzichtete deswegen auf mehrere Starts, holte danach aber am Schwebebalken noch die Bronzemedaille. Im April hatten sie und der Football-Profi Jonathan Owens geheiratet. 

Biles bedankte sich in der Stunde ihres fulminanten Comebacks für die Unterstützung, die sie während ihrer Auszeit von allen Seiten erhalten und auch von den Fans in der Arena in Chicago gespürt habe. «Nach allem, was in Tokio passiert ist, war die Menge an Liebe und Unterstützung, die ich auf Twitter, auf Instagram und in der Arena erfahren habe, wirklich schockierend und überraschend für mich, dass sie immer noch so sehr an mich glauben», sagte sie: «Sie lieben mich immer noch, und das erwärmt mein Herz.»

Die Star-Turnerin gehörte zu hunderten Turnerinnen und deren Eltern, die wegen sexuellen Missbrauchs gegen den früheren amerikanischen Teamarzt Larry Nassar geklagt hatten. Seither spricht sie offen über ihre emotionale Belastung. Bereits nach den Olympischen Spielen 2016 in Rio hatte Biles eine zweijährige Wettkampfpause 2018 in Chicago beendet.

In ihrer bisherigen Karriere gewann die US-Turnerin 25 Medaillen bei Weltmeisterschaften und siebenmal olympisches Edelmetall. Die U.S. Classic dienen als Qualifikation für die nationalen Meisterschaften, die dieses Jahr Ende August in San José stattfinden. Im Oktober stehen zudem noch die Weltmeisterschaften im belgischen Antwerpen auf dem Programm. In ihrer glanzvollen Karriere konnte Biles bislang bereits 19 Goldmedaillen bei Welttitelkämpfen gewinnen. 

© dpa
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