Wechsel-Coup: Ovtcharov, Harimoto und Möregardh nach Neu-Ulm

15.04.2022 Der Olympia-Dritte Dimitrij Ovtcharov wird als Teil eines spektakulären Tischtennis-Projekts in die deutsche Bundesliga zurückkehren.

Tischtennis-Spieler Dimitrij Ovtcharov wechselt nach Neu-Ulm. © Michael Kappeler/dpa

Nur wenige Tage nach seinem Weggang vom russischen Spitzenclub Fakel Orenburg enthüllte der frühere Weltranglisten-Erste am Karfreitag in den sozialen Netzwerken, dass er, das japanische Wunderkind Tomokazu Harimoto, der schwedische WM-Zweite Truls Möregardh und auch der Weltranglisten-Sechste Lin Yun-Ju aus Taiwan in der nächsten Bundesliga- und auch Champions-League-Saison für den erst 2019 gegründeten Club TTC Neu-Ulm spielen werden. Auch Harimoto und Möregardh bestätigten dies auf ihren Instagram-Accounts.

Das sei ein «ein junges, aber unglaublich starkes Team, mit dem wir in der Champions League um den Titel mitspielen wollen», schrieb der 33 Jahre alte Ovtcharov. «Ich freue mich auf das Team, die deutschen Fans und die spannende, neue Herausforderung!»

«RB Leipzig des Tischtennissports»

Der TTC Neu-Ulm wurde erst 2019 gegründet, stieg dank einer Wildcard aber gleich in der Bundesliga ein. Bereits 2021 folgte ebenfalls dank einer Wildcard die erste Champions-League-Teilnahme. Jetzt will der Club den beiden deutschen Branchenführern Borussia Düsseldorf und 1. FC Saarbrücken ernsthaft Konkurrenz machen.

Hinter dem Club steht der Medienunternehmer Florian Ebner. Das Fachportal «my Tischtennis» bezeichnete den TTC Neu-Ulm bereits als «RB Leipzig des Tischtennissports». «Wir wollen uns langfristig einen Namen machen und eine europäische Marke werden», sagte der Geschäftsführer Michael Kühn dem Portal.

Ovtcharov spielte von 2010 bis 2022 für Orenburg und gewann mit dem Club vier Mal die Champions League. Nach dem Angriff auf die Ukraine gab der aktuell noch verletzte deutsche Nationalspieler am Dienstag aber bekannt, nicht mehr für den russischen Club spielen zu wollen. Ovtcharov wurde 1988 in Kiew geboren, seine Großmutter lebte bis vor wenigen Wochen noch in der ukrainischen Hauptstadt.

© dpa

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