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Tennisstar Zverev fühlt sich in Turin im Schatten wohl

Nach dem Topstart in die ATP-Finals will Alexander Zverev mehr. Die Rolle des Außenseiters gefällt ihm.
Alexander Zverev
Alexander Zverev in Aktion. © Antonio Calanni/AP/dpa

Nein, von einer Sensation wollte Alexander Zverev nach seinem Auftaktsieg bei den ATP-Finals gegen Wimbledonsieger Carlos Alcaraz nicht sprechen.

«Ich bin auch nicht so schlecht», antwortete Zverev nach dem 6:7 (3:7), 6:3, 6:4 gegen den spanischen Weltranglisten-Zweiten auf eine entsprechende Frage. «Ich habe auch schon zuvor gute Spieler geschlagen.»

Dennoch kam der Erfolg gegen Alcaraz für viele überraschend. Seit seiner Ankunft in Turin läuft Zverev ein bisschen unter dem Radar. Sein Comeback-Jahr nach der schweren Fußverletzung 2022 verlief mit vielen Höhen und Tiefen. Auch zuletzt zeigte Zverev wieder Schwankungen.

Beim Saisonabschluss der acht besten Tennisprofis der Saison stehen daher bislang andere im Fokus. Novak Djokovic, der das Jahr zum achten Mal als Nummer eins abschließen wird. Jannik Sinner, dem die Herzen der italienischen Fans zufliegen. Und Holger Rune, der auf einmal mit Boris Becker zusammenarbeitet.

Froh über weniger Aufmerksamkeit

Beklagen will sich Zverev über das fehlende Rampenlicht aber nicht. Ganz im Gegenteil. «Ganz ehrlich: Ich habe genug Aufmerksamkeit in meinem Leben», sagte Zverev. «Es ist nicht ohne Grund, dass ich nach der Saison für zwei Wochen auf die Malediven verschwinde und absolut niemanden sehen möchte. Für mich ist es absolut kein Problem, dass ich mal unter dem Radar laufe», sagte Zverev.

Zumal Zverev zuletzt in Deutschland durch die juristische Auseinandersetzung mit seiner Ex-Freundin genug Schlagzeilen gemacht hatte. Ende Oktober verhängte das Amtsgericht Tiergarten einen Strafbefehl gegen Zverev, demnach soll der Tennisprofi eine Geldstrafe von 450.000 Euro wegen Körperverletzung zahlen. Zverev weist die Vorwürfe zurück und hat Einspruch eingelegt. Er werde dagegen mit «allen Mitteln» vorgehen, hieß es in einer Pressemitteilung der Zverev-Rechtsanwälte. Im kommenden Jahr droht nun ein Prozess.

Juristische Auseinandersetzungen keine Belastung

Reden will Zverev in Turin über das Thema nicht. Ob es ihn ablenkt? «Das wird sich zeigen. Die Antwort wird sein Tennis geben», hatte sein Bruder und Manager Mischa vor Beginn des Turniers gesagt.

Gegen Alcaraz hatte es den Anschein, als sei das Thema für Zverev auf dem Platz keine Belastung. «Natürlich ist das ein großer Sieg. Aber hier gibt es auch keine kleinen Siege, weil du nur gegen die besten Spieler der Welt spielst», sagte der Weltranglisten-Siebte. «Ich bin glücklich über den Sieg, aber ich weiß auch, dass es noch ein langer Weg ist. Es war erst das erste Gruppenmatch», sagte Zverev, der es nun am Mittwochabend (21.00 Uhr/Sky) mit dem ebenfalls mit einem Sieg gestarteten Russen Daniil Medwedew zu tun bekommt.

Auswirkungen des Sturzes?

Auch von einem Sturz zu Beginn des dritten Satzes ließ sich Zverev gegen Alcaraz nicht aus der Ruhe bringen. «Ich bin zum Glück nicht umgeknickt, sondern etwas weggerutscht. Ich denke nicht, dass es ein Problem ist», sagte Zverev. «Es ist kein Vergleich zu Paris.» Bei den French Open im vergangenen Jahr war Zverev im Halbfinale gegen Rafael Nadal umgeknickt und hatte sich dabei mehrere Bänder im Fuß gerissen. Der Olympiasieger musste daraufhin mehr als ein halbes Jahr pausieren.

Auch deshalb hielten die 12.000 Zuschauer im Pala Alpitour im Moment des Sturzes den Atem an und befürchteten zunächst erneut eine schwere Verletzung bei Zverev. «Viele kennen meine Vorgeschichte. Meine Verletzung ist in Roland Garros passiert. Nicht bei irgendeinem 250er-Turnier irgendwo, sondern auf einer der größten Bühnen der Welt», sagte Zverev. «Vielleicht war das ein bisschen der Grund für die Reaktion. Aber ich habe ja schnell das Zeichen gegeben, dass alles okay ist und ich nicht wieder mit einem Krankenwagen nach Hause fahren muss.»

© dpa ⁄ Lars Reinefeld, dpa
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