Rittner über Williams-Comeback: «Super für das Damentennis»

Die deutsche Damen-Bundestrainerin Barbara Rittner zeigt sich begeistert über das bevorstehende Comeback von Tennis-Superstar Serena Williams.
Bundestrainerin der deutschen Damen und Turnierdirektorin in Berlin: Barbara Rittner. © Ina Fassbender/dpa

«Ich finde das super, da bekomme ich ein bisschen Gänsehaut», sagte die 49-Jährige der Deutschen Presse-Agentur beim Rasen-Turnier in Berlin. «Das finde ich unglaublich überraschend. Es freut mich, sie wird es sich gut überlegt haben. Das ist super für das Damentennis.»

Die 23-malige Grand-Slam-Turniersiegerin Williams hatte angekündigt, beim Rasen-Klassiker in Wimbledon (27. Juni bis 10. Juli) nach einem Jahr Pause auf die Tennis-Tour zurückzukehren. Die 40 Jahre alte Amerikanerin erhält eine Wildcard, wie die Veranstalter am Dienstag bekanntgaben. In der kommenden Woche wird die langjährige Nummer eins der Welt beim WTA-Turnier in Eastbourne im Doppel antreten, um sich für Wimbledon einzuspielen.

«Ich hätte persönlich nicht damit gerechnet, dass ihre Liebe zum Spiel so groß und wenn hätte ich gedacht, dass sie bei den US Open zurückkommt», sagte Rittner, die Turnierdirektorin in Berlin ist. Mit einem weiteren Grand-Slam-Titel würde Serena Williams den Rekord der Australierin Margaret Court einstellen. Williams hat in Wimbledon bislang sieben Mal gewonnen.

Rittner begrüßt Aussetzung der Weltranglistenpunkte

Die Veranstalter des Rasen-Klassikers in London hatten im April entschieden, in diesem Jahr keine Tennisprofis aus Russland und Belarus zuzulassen. Daraufhin hatten die Herren-Profiorganisation ATP sowie die Damen-Organisation WTA beschlossen, in London keine Weltranglistenpunkte zu vergeben.

Rittner findet die Aussetzung der Weltranglistenpunkte beim Grand Slam-Turnier in Wimbledon durch die Tennisverbände konsequent. «Ich finde, dass die WTA und die ATP für ihre Werte einstehen, in diesem Fall für Fairness», sagte die Turnierdirektorin.

Zugleich bedauerte die 49-Jährige den Ausschluss der Athleten aus Russland und Belarus. «Dass sie ausgeschlossen werden, finde ich sehr schade. Weil sie nichts dafür können und dafür bestraft werden.» Die frühere Tennisspielerin habe Kontakt zu einzelnen Profis in Russland aufgenommen. Diese würden sich gerne stärker öffentlich positionieren, hätten aber Angst vor Repressionen in der Heimat.

© dpa
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