Psychische Gründe: Kyrgios will Verfahrenseinstellung

Der australische Tennisstar Nick Kyrgios will, dass das in seiner Heimat gegen ihn laufende Gerichtsverfahren eingestellt wird.
Will eine Verfahrens-Einstellung: Tennis-Star Nick Kyrgios. © Adam Hunger/AP/dpa

Sein Anwalt Michael Kukulies-Smith sagte laut Nachrichtenagentur AAP vor Gericht, dass er nach der Überprüfung von Kyrgios' medizinischer Vorgeschichte, einschließlich seiner psychischen Gesundheit, einen Antrag stellen werde, um die Vorwürfe wegen psychischer Beeinträchtigung abweisen zu lassen. Der 27-jährige Kyrgios spielt derzeit beim ATP-Turnier in Tokio und war bei dem Termin vor dem Amtsgericht in Canberra nicht dabei. 

Seine Anwälte beantragten zudem eine Vertagung, damit Berichte über die psychische Gesundheit von Kyrgios erstellt werden können. Die nächste Verhandlung soll nun am 3. Februar stattfinden, dort will dann auch der Tennis-Profi erstmals vor Gericht dabei  sein. «Es ist der Wunsch meines Mandanten, persönlich zu erscheinen», sagte Kukulies-Smith. 

Kukulies-Smith erklärte vor Gericht, dass der Antrag aufgrund der psychischen Verfassung seines Mandanten seit 2015 angemessen sei und verwies auf eine Reihe öffentlicher Äußerungen von Kyrgios. Dieser hatte im Februar unter anderem auf Instagram Alkohol- und Drogenmissbrauch öffentlich gemacht.

«Die Art der Vorwürfe ist ernst»

Die Vorwürfe gegen Wimbledon-Finalist Kyrgios waren im Sommer während des Grand-Slam-Turniers aufgekommen. Anwalt Jason Moffett, der Kyrgios laut «Canberra Times» Anfang Juli als Rechtsbeistand vertrat, sagte der Zeitung damals: «Die Art der Vorwürfe ist ernst, und Herr Kyrgios nimmt die Anschuldigung sehr ernst.» Demnach handle es sich um einen Vorfall «im Zusammenhang mit einer häuslichen Beziehung», wie Moffett sagte.

«Natürlich habe ich eine Menge Gedanken, eine Menge viele Dinge, die ich sagen möchte, sozusagen meine Sicht der Dinge», sagte Kyrgios im Juli: «Ich verstehe, dass jeder Fragen dazu stellen möchte und all das, aber ich kann im Moment nicht allzu viel dazu sagen.» Konkreter äußerte er sich auf Anraten seiner Anwälte bisher nicht dazu.  

Kyrgios war in der Vergangenheit auf dem Tennisplatz mehrfach durch rüpelhaftes Benehmen aufgefallen und musste bereist Zehntausende Dollar an Strafen zahlen.

© dpa
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