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Sinner will Traum-Grand-Slam mit erstem Titel krönen

Bei den Australian Open steht ein besonderes Herren-Finale an. Ein Italiener will seine Traum-Wochen in Melbourne mit seinem ersten Grand-Slam-Titel krönen - ein Russe hat etwas dagegen.
Jannik Sinner
Für den Italiener Jannik Sinner ist es in Australien das erste Grand-Slam-Finale seiner Karriere. © Alessandra Tarantino/AP

Wer sich in Melbourne in den vergangenen Jahren ein Ticket für den letzten Turniertag gekauft hatte, der konnte sicher sein, einen der großen Drei zu sehen. Novak Djokovic, Rafael Nadal oder Roger Federer - einer der Tennis-Superstars war seit 2006 immer dabei, wenn es um den ersten Grand-Slam-Titel des Jahres ging.

Dieses Mal schauen die Ausnahmespieler zu. Federer ist längst in Rente, Nadal mal wieder nicht fit und Djokovic im Halbfinale gescheitert. Stattdessen treffen an diesem Sonntag (9.30 Uhr MEZ/Eurosport) der Italiener Jannik Sinner und Alexander-Zverev-Bezwinger Daniil Medwedew aus Russland aufeinander.

Grand-Slam-Erfahrung

Für Sinner ist es das erste Grand-Slam-Finale seiner Karriere. Der 22-Jährige stand zuvor nur einmal in Wimbledon im Halbfinale, sonst hat er mit der entscheidenden Phase der Grand-Slam-Turniere bislang noch keine Erfahrung. Für Medwedew ist es dagegen insgesamt bereits das sechste Endspiel bei einem der vier wichtigsten Turniere, 2021 bei den US Open holte er sogar den Titel. In Melbourne erreichte er schon zwei Mal das Finale. 2021 verlor er gegen Djokovic, 2022 musste er sich nach einer 2:0-Satz-Führung Nadal geschlagen geben.

Der Weg ins Finale

Sinner ist bislang der dominierende Spieler des Turniers. Bis zum Halbfinale gab der Italiener keinen Satz ab. Im Kampf um den Finaleinzug dominierte er dann Titelverteidiger Novak Djokovic und beendete in vier Sätzen die Super-Serie des Serben in Melbourne. Für Djokovic war es nach 33 Siegen nacheinander die erste Niederlage.

Medwedew musste für den Einzug ins Finale dagegen deutlich härter arbeiten. Schon in der zweiten Runde stand er gegen den Finnen Emil Ruusuvuori kurz vor dem Aus, drehte einen 0:2-Satzrückstand aber noch um. Auch im Viertelfinale gegen den Polen Hubert Hurkacz und im Halbfinale gegen Zverev musste der 27-Jährige über fünf Sätze gehen. Insgesamt stand Medwedew im Turnierverlauf fast sechs Stunden länger auf dem Platz als Sinner.

Die Bilanz

Das Finale von Melbourne ist das zehnte Duell zwischen Sinner und Medwedew. Die Bilanz spricht mit 6:3-Siegen eigentlich für den Russen. Allerdings gingen die letzten drei Vergleiche alle an den Italiener. Zuletzt gewann Sinner bei den ATP-Finals in Turin im Halbfinale in drei Sätzen. Bei einem Grand-Slam-Turnier trafen beide bislang noch nicht aufeinander.

Das sagen die Protagonisten

Jannik Sinner: «Es bedeutet mir unglaublich viel, dass ich Novak hier geschlagen habe. Es war ein besonderer Sieg. Aber das Turnier ist noch nicht vorbei. Ein Finale bei einem Turnier ist immer etwas ganz Spezielles, egal, wie groß das Turnier ist. Ich freue mich darauf, diese besondere Atmosphäre hier in Melbourne erleben zu können.»

Daniil Medwedew: «Ich bin stärker als vor dem Turnier, weil ich jetzt weiß, dass ich einige Dinge schaffen kann, von denen ich vorher dachte, dass ich es nicht kann. Auf so eine Art und Weise habe ich noch nie ein Grand-Slam-Finale erreicht. Mental bin ich 100 Prozent besser als vor dem Turnier.»

© dpa ⁄ Lars Reinefeld, dpa
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