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Sieg gegen Alcaraz: Zverev mit perfektem Start in Turin

Das ist ein fettes Ausrufezeichen von Alexander Zverev. In Turin trumpft der Olympiasieger zum Auftakt groß auf - und sorgt für die erste Überraschung des Turniers.
Alexander Zverev
Daniil Medwedew

Traumstart für Alexander Zverev in die ATP-Finals: Er hat beim Jahresabschluss der acht besten Tennisprofis der Saison sein Auftaktmatch gewonnen und damit einen ersten Schritt in Richtung Halbfinale gemacht. Zverev setzte sich gegen Carlos Alcaraz mit 6:7 (3:7), 6:3, 6:4 durch.

«Ich bin froh, wieder hier zu sein. Ich habe es letztes Jahr sehr vermisst», sagte Zverev nach seinem überraschenden Erfolg. 2022 hatte Zverev verletzt passen müssen. «Ich wusste, dass ich heute gut aufschlagen muss. Das ist mir gelungen. Ich bin glücklich, dass ich den ersten Sieg in der Tasche habe», sagte Zverev, der 16 Asse schlug.

«Du musst gegen ihn dein bestes Tennis spielen»

Vor 12.000 Zuschauern im ausverkauften Pala Alpitour nutzte Zverev nach 2:31 Stunden seinen ersten Matchball. Zverev, der die ATP-Finals bereits zweimal in seiner Karriere gewinnen konnte, trifft nun auf Danill Medwedew. Der Weltranglisten-Dritte gewann das Duell mit seinem russischen Landsmann Andrej Rubljow klar mit 6:4, 6:2.

«Du musst gegen ihn dein bestes Tennis spielen. Immer, wenn ich ihn geschlagen habe, ist mir das gelungen», hatte Zverev vor der Partie gegen die Nummer zwei der Welt gesagt. Letztmals hatte Zverev den Spanier im vergangenen Jahr im Viertelfinale der French Open bezwungen. Damals war Zverev auf dem Höhepunkt seiner Leistungsstärke, ehe er sich im Halbfinale gegen Rafael Nadal schwer am Fuß verletzte und mehr als ein halbes Jahr pausieren musste.

Von dieser Form ist Zverev im Jahr 2023 noch ein gutes Stück entfernt. Zwei Turniersiege in Hamburg und Chengdu, das Halbfinale in Roland Garros - das sind die positiven Ausreißer in einer Saison, die ansonsten von viel Auf und Ab geprägt war. Zuletzt wirkte Zverev nach einem langen Tennis-Jahr müde und musste bis zum Schluss um seine Teilnahme an den ATP-Finals bangen.

Alcaraz gewinnt Tie-Break

Gegen Alcaraz startete Zverev aber gut. Dem gebürtigen Hamburger gelang ein schnelles Break, auch weil Alcaraz die fehlende Matchpraxis der vergangenen Wochen deutlich anzumerken war. Dem Spanier unterliefen ungewöhnlich viele Fehler, von seinem gewohnt druckvollen Spiel war nicht viel zu sehen.

Doch Zverev konnte den schwachen Start von Alcaraz nicht weiter ausnutzen. Stattdessen musste er wenig später selbst seinen Aufschlag abgeben und geriet zunehmend in die Defensive. Auch, weil er beim Stand von 3:3 vier Breakbälle nicht nutzen konnte.

Alcaraz zog daraus neues Selbstvertrauen und übernahm das Zepter. Beim Stand von 5:6 konnte Zverev zwar noch drei Satzbälle abwehren und sich in den Tiebreak retten. Doch wenig später holte sich der Spanier nach etwas mehr als einer Stunde im vierten Versuch den ersten Durchgang.

Schrecksekunde für Zverev

Zverev zeigte sich aber unbeeindruckt. Im zweiten Satz nahm er Alcaraz sofort wieder den Aufschlag ab und konnte den Vorsprung dieses Mal behaupten. Mit einem Ass schaffte er nach 1:43 Stunden den Satzausgleich.

Das Momentum lag nun auf Zverevs Seite. Alcaraz wirkte gehemmt, blickte immer wieder verzweifelt zu seinem Trainer Juan Carlos Ferrero auf die Tribüne. Vor allem die sonst so gefährlichen Stoppbälle des Weltranglisten-Zweiten kamen dieses Mal überhaupt nicht. Zverev nutzte das und ging zum 3:2 mit einem Break in Führung.

Kurz darauf musste er aber eine Schrecksekunde überstehen. Der gebürtige Hamburger knickte um und ging zu Boden. Ein Raunen ging durch das Publikum, kurzzeitig wurden Erinnerungen an seine schwere Verletzung bei den French Open 2022 wach.

Doch Zverev stand wieder auf, brachte sein Service durch und machte kurz darauf den etwas überraschenden Sieg perfekt. «Ich bin nicht umgeknickt, sondern etwas weggerutscht. Ich habe etwas Schmerzen an der Achillessehne. Ich denke aber nicht, dass es etwas Schlimmes ist. Es ist kein Vergleich zu Paris im vergangenen Jahr», sagte Zverev.

© dpa ⁄ Lars Reinefeld, dpa
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