Keine Tennisprofis aus Russland und Belarus in Wimbledon

Beim Rasen-Klassiker in Wimbledon werden in diesem Jahr keine Tennisprofis aus Russland und Belarus zugelassen. Die Veranstalter reagieren damit auf den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, wie sie am 20. April bestätigten.
In diesem Jahr werden in Wimbledon keine Tennisprofis aus Russland und Belarus zugelassen. © Steven Paston/PA Wire/dpa

Der Ausschluss trifft zum Beispiel den Weltranglisten-Zweiten Daniil Medwedew aus Russland und die zweimalige Grand-Slam-Turnier-Siegerin Victoria Asarenka aus Belarus. Das dritte Grand-Slam-Turnier des Jahres findet vom 27. Juni bis zum 10. Juli statt. Wimbledon ist das erste Event, das Tennisprofis wegen der russischen Invasion in die Ukraine ausschließt.

Die Damen-Organisation WTA kritisierte die Entscheidung. «Die WTA hat immer wieder betont, dass einzelne Sportlerinnen und Sportler nicht aufgrund ihrer Herkunft oder aufgrund von Entscheidungen der Regierungen ihrer Länder bestraft oder an der Teilnahme gehindert werden dürfen», hieß es in einer Stellungnahme. Die WTA werde Schritte und mögliche Maßnahmen gegen diese Entscheidung prüfen.

Es stünde mit in der Verantwortung des Turniers den weltweiten Einfluss Russlands mit den möglichen Mitteln zu beschränken, teilten die Organisatoren mit. Angesichts des Angriffskriegs wäre es nicht zu akzeptieren, dass das russische Regime Nutzen aus den Auftritten von Tennisprofis aus Russland oder Belarus in Wimbledon ziehen könne, begründeten sie. Falls sich die Bedingungen bis Juni grundlegend verändern, werde dies bedacht.

Vor der offiziellen Stellungnahme der Organisatoren hatten bereits verschiedene Medien, darunter die «New York Times» und die «Times», über den Ausschluss der russischen und belarussischen Profis berichtet.

Russland kritisierte die Entscheidung scharf. «Ein weiteres Mal werden Sportler zu Geiseln irgendwelcher politischer Befangenheiten, politischer Intrigen, feindlicher Handlungen gegen unser Land gemacht. Das ist nicht hinnehmbar», sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Mittwoch der Agentur Interfax zufolge.

© dpa
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