Tödlicher Unfall mit Rebellin: Polizei sucht Lkw-Fahrer

Nach dem tödlichen Unfall des ehemaligen Radprofis und Team-Gerolsteiner-Fahrers Davide Rebellin sucht die Polizei nach dem Fahrer des involvierten Lastwagens.
Kam bei einem Trainingsunfall ums Leben: Davide Rebellin. © Sebastien Nogier/dpa

Dieser hatten den bisherigen Erkenntnissen zufolge am Mittwochvormittag den 51-Jährigen überfahren - Rebellin starb noch an der Unfallstelle in der norditalienischen Gemeinde Montebello Vicentino.

Wie Medien berichteten, wurde der frühere Klassiker-Spezialist von seinem Bruder identifiziert. Dieser habe im Radio von einem Unfall mit einem Radsportler gehört und sei herbeigeeilt. Dann habe er sofort das Rad seines Bruders erkannt - auf Fotos ist zu sehen, wie dieses komplett demoliert und praktisch in der Mitte auseinandergerissen wurde.

Zunächst wurde spekuliert, dass der Fahrer des Lastwagens den Unfall nicht bemerkt habe. Die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete aber, dass auf Videoaufnahmen der Überwachungskamera eines Restaurants gleich neben der Unfallstelle zu sehen sei, wie der Lkw nach der Kollision auf den Parkplatz fuhr und diesen über dieselbe Einfahrt wieder verließ. Die Behörden gingen deshalb davon aus, dass der Lenker des Lasters den am Boden liegenden Rebellin oder dessen zerstörtes Fahrrad gesehen haben müsste.

Debatte über Sicherheit von Radfahrern in Italien

Die Welt des Radsports war erschüttert über den Tod Rebellins, der 2004 für Gerolsteiner innerhalb einer Woche die drei Klassiker Amstel Gold Race, Flèche Wallonne und Lüttich-Bastogne-Lüttich gewonnen hatte. Später sorgte er dann aber auch für negative Schlagzeilen, als er 2009 wegen Dopings gesperrt wurde. Der Italiener blieb auch im hohen Radsportler-Alter Profi in unterklassigen Teams und beendete erst vor wenigen Wochen seine Laufbahn.

In Italien wurde prompt über die Sicherheit von Fahrradfahrern auf den Straßen diskutiert. Laut offiziellen Daten starben allein von Januar bis August dieses Jahres 103 Radsportler im Straßenverkehr. Und die Gesamtzahl dürfte deutlich steigen: Am Mittwochabend etwa wurde in der Stadt Ferrara ein 17-Jähriger auf seinem Rad von einem Auto erfasst und getötet, wie Ansa meldete.

© dpa
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