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Papa, aber kein Oldtimer: Dreßen greift wieder an

Verletzungen und OPs haben Skirennfahrer Dreßen lange ausgebremst. Nun fühlt sich der frühere Kitzbühel-Champion fit wie lange nicht mehr. Ein besonderer Glücksbringer soll ihn noch schneller machen.
Thomas Dreßen
Das Abfahrts-Ass will nach Jahren voller gesundheitlicher Rückschläge diese Saison wieder angreifen: Thomas Dreßen. © Peter Kneffel/dpa

Unter dem mächtigen Matterhorn setzt Thomas Dreßen auf einen kleinen, süßen Glücksbringer. Nach viel Verletzungspech in den vergangenen Jahren will das deutsche Ski-Ass beim Saisonstart am Wochenende endlich wieder befreit und schnell den Berg hinunterrasen. Dass er bei den zwei geplanten Abfahrten von Zermatt in der Schweiz nach Cervinia in Italien erstmals als Papa im Starthaus steht, nachdem im Juni Töchterchen Elena geboren wurde, habe ihm «schon einen ziemlichen Motivationsschub gegeben», erzählt der Oberbayer. Dieser soll Dreßen wieder weit nach vorne befördern - vorausgesetzt, der Auftakt der Speed-Riege kann wetterbedingt überhaupt stattfinden.

Verletzungspech

Mit dem Abfahrtstriumph auf der legendären Streif in Kitzbühel hatte sich Dreßen im Januar 2018 in die Weltspitze katapultiert, vier weitere Weltcupsiege folgten. Neben den Erfolgen prägten aber vor allem Verletzungen und Blessuren Dreßens Karriere seitdem: Er verpasste die Saison 2018/19 wegen eines Kreuzbandrisses und musste auch die Winter 2020/21 und 2021/22 nach Beschwerden und Operationen an Knie und Hüfte großteils sausen lassen.

Nun soll die Leidenszeit endlich vorbei sein, hofft der 29-Jährige. «Mir geht es aktuell gut. Ich bin gesund, mein Körper hält den Belastungen stand, was sehr positiv ist», berichtete Dreßen nach der Ankunft in der Schweiz. Beim ersten Training auf der neuen Weltcup-Strecke unweit des weltberühmten Matterhorns ließ er es am Mittwoch noch ruhig angehen. Bis zu den zwei Rennen am Samstag und Sonntag (jeweils 11.30 Uhr/BR und Eurosport) will er sich an den Kurs im hochalpinen Gebirge herantasten. Eine «coole Strecke» sei das, sagte er. Das Training am Donnerstag fiel allerdings starkem Schneefall zum Opfer.

Dreßen: «keine neuen Baustellen»

Von «keinen neuen Baustellen» hatte Dreßen zuletzt mit Blick auf seinen Körper erzählt. Er deutete damit auch an, dass die alten Baustellen teils noch da sind und wohl nie ganz verschwinden werden. Für ihn gehe es darum, durch richtiges Training trotz der Einschränkungen schnell und schmerzfrei Rennen fahren zu können. Der Motorsport-Fan verglich sich schmunzelnd mit Formel-1-Autos: «Die brauchen auch viel Pflege, es muss sich viel darum gekümmert werden. Und wenn eine Schraube nicht richtig steht, dann läuft es nicht. Bei mir ist es auch nicht anders.» Ein Oldtimer sei er aber noch lange nicht, stellte er klar.

Auch Christian Schwaiger, der Männer-Chefcoach des Deutschen Skiverbandes (DSV), mahnt dazu, bei Dreßen «schlau umzugehen mit diesen Themen». Er meint damit Belastungssteuerung, Regeneration und die richtige Auswahl an Trainings und Rennen. In den vergangenen Wochen sei Dreßen im Training teils sehr schnell gewesen, berichtete Schwaiger. «Und wenn der Thomas einen guten Start hat, dann ist ihm alles zuzutrauen.» Nach den zwei Abfahrten in Zermatt geht es weiter in die USA, wo in Beaver Creek ebenfalls zwei Abfahrten und auch ein Super-G anstehen.

Speed-Team hoffnungsvoll

Im deutschen Speed-Team soll der Mittenwalder ein zusätzlicher Erfolgsfaktor sein. Mit insgesamt drei Podestplätzen bei den letzten Saisonrennen im vorigen Frühjahr hatten sich Andreas Sander und Romed Baumann bereits bärenstark in die Sommerpause verabschiedet und wollen nun daran anknüpfen.

Dreßen hatte bei jenen Rennen in Aspen (USA) und Soldeu (Andorra) gefehlt. Nun will er dem Team wieder helfen. Und einen ganz individuellen Ansporn hat er auch: seine Tochter. «Es wäre schon cool, noch mal erfolgreich zu sein, wenn die Kleine dabei ist», sagt der Familienvater. «Ansonsten muss ihr irgendwer mal erzählen, was ich früher so getan habe.» Damit Elena ihren Vater auch bewusst als Skirennfahrer erleben kann, muss dieser freilich noch einige Jahre aktiv bleiben. Ob er dabei wieder in der Weltspitze mitmischt, das dürfte sich diese Saison beginnend mit dem Abfahrtsdoppel im Schatten des Matterhorns zeigen.

© dpa ⁄ Manuel Schwarz und Christoph Lother, dpa
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