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Olympiasieger besorgt: Kritik an Finanzkürzungen hält an

Hochdekorierte ehemalige Weltklasse-Athleten melden sich zu Wort. Die geplanten Finanzkürzungen für den Leistungssport sorgen für großen Unmut.
Ronald Rauhe
Olympiasieger Ronald Rauhe kritisiert die geplanten Kürzungen bei der Sportförderung. © Michael Bahlo/dpa

Der zweimalige Kanu-Olympiasieger und 16-malige Weltmeister Ronald Rauhe hat in der Diskussion um die geplanten Millionen-Kürzungen im deutschen Spitzensport einen Appell an die Politik gerichtet.

Es gehe dabei auch nicht nur um den Leistungssport aus seiner Sicht, sagte der mittlerweile 41 Jahre alte ehemalige Weltklasse-Athlet im «Morgenmagazin» des ZDF: «Es geht um viel mehr. Es geht um die gesellschaftliche Wirkung, die Sport erzeugen kann, es geht um Werte und Normen, die natürlich auch vermittelt werden können.»

Generell müsse man sich überlegen, «und da nehme ich die Bundesregierung auch in die Pflicht: Wo soll es mit dem Sport hingehen in Deutschland? Welchen Stellenwert soll der Sport in Deutschland einnehmen?», sagte Rauhe. Im Bundeshaushalt von Finanzminister Christian Lindner (FDP) sind für das kommende Jahr für den Spitzensport Streichungen um zehn Prozent von rund 303 auf etwa 276 Millionen Euro vorgesehen.

Institute besonders betroffen

Besonders betroffen sind das Institut für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten (FES) und das Institut für Angewandte Trainingswissenschaft (IAT). Mit vier Millionen Euro sollen dort 19 Prozent des bisherigen Etats wegfallen. Es sei für ihn nicht nur ein Zeichen Richtung IAT und FES, sagte Rauhe. Es sei ein Zeichen in den Leistungssport, dass Wertschätzung und auch Stolz fehlen würden. «Das ist für mich wirklich besorgniserregend», betonte der ehemalige Kanute.

Einen Blick auch auf den Para-Sport richtete dabei die ehemalige Weltklasse-Bahnradfahrerin und zweimalige Olympiasiegerin Kristina Vogel, die nach einem schweren Trainingsunfall 2018 im Rollstuhl sitzt. «Wo ist die Inklusion?», schrieb sie bei Instagram. Die, die sogar im Grundgesetz verankert sei. Viele paralympische Disziplinen seien erst seit drei Jahren in der Förderung des IAT und FES. «Das heißt, dass der behinderten Sport erst seit 3 Jahren professionelle Leistungsdiagnostiken, Analysen und Beratung erhält, bis hin zu konkurrenzfähigen Sportequipment. Und Breitensport? Kinder können nicht schwimmen, Sportunterricht fällt aus.» Dennoch gebe man jährlich 60 Milliarden Euro für die Behandlung von Adipositas aus. «Findet den Fehler!», schrieb Vogel.

© dpa
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