Handball-Frauen erleichtert über EM-Aus von Belarus

04.03.2022 Die deutschen Handballerinnen müssen in der EM-Qualifikation nicht in Belarus antreten. Die Entscheidung der EHF sorgt vor dem Gruppenduell mit der Niederlande für Erleichterung.

Deutschland Emily Bölk (l) versucht sich gegen gleich zwei Niederländerinnen durchzusetzen. © Federico Gambarini/dpa

Auf der Busfahrt nach Rotterdam erhielten Deutschlands Handball-Frauen endlich Gewissheit über die konkreten Auswirkungen der Suspendierung des Gruppengegners Belarus in der EM-Qualifikation.

Die Entscheidung des Europa-Verbandes, dass das Team von Bundestrainer Henk Groener am 24. April nicht zum letzten Gruppenspiel in Minsk antreten muss und die Partie mit 2:0 Punkten und 10:0 Toren für Deutschland gewertet wird, sorgte vor dem Gastspiel bei Spitzenreiter Niederlande an diesem Samstag (16.00 Uhr) für große Erleichterung bei den Spielerinnen.

«Ich finde diese Entscheidung absolut richtig. Ich hätte schon Bauchweh gehabt, in diese Region zu reisen. Krieg ist das Schrecklichste, was man sich vorstellen kann. Deshalb mussten Sanktionen erfolgen, auch wenn es mir sportlich Leid tut», sagte Kapitänin Emily Bölk nach der Ankunft in Rotterdam.

Ähnliche Töne gab es von DHB-Sportvorstand Axel Kromer: «Wir sind erleichtert, dass wir nicht nach Belarus reisen müssen. Was bleibt, ist das Entsetzen angesichts dieses schrecklichen Krieges. Dass uns diese formale Entscheidung der EM-Teilnahme sehr nah bringt, ist zweitrangig.»

Deutsches Team will Revanche gegen die Niederlande

Hinter dem ungeschlagenen und bereits für die Endrunde im November qualifizierten Tabellenführer Niederlande (8:0 Punkte) belegt die DHB-Auswahl in der Gruppe 3 mit 5:3 Zählern den zweiten Platz, der ebenfalls das EM-Ticket bringt. Einzig verbliebener Rivale ist Außenseiter Griechenland (4:4), gegen den das Hinspiel mit 36:10 gewonnen wurde.

Mit diesem Wissen im Hinterkopf strebt die deutsche Mannschaft gegen die Niederlande eine Revanche für die 25:31-Niederlage am Donnerstag in Krefeld an. Dabei war dem DHB-Team in der zweiten Halbzeit ein wenig die Puste ausgegangen. «Man konnte sehen, dass wir in der Abwehr mit den Spitzenteams mithalten können. Das ohne Aussetzer über 60 Minuten abzurufen, muss unser Ziel sein», sagte Groener. «Darauf werden wir uns fokussieren.»

Doch auch im Positionsangriff müssen seine Schützlinge zulegen, wollen sie etwas Zählbares aus Rotterdam mitnehmen. «Wir wissen ja schon von der WM im vergangenen Jahr, dass das nicht zu unseren Stärken zählt. Daran müssen wir weiter arbeiten», sagte Groener.

Kapitänin Emily Bölk warb dabei um Geduld: «Das Angriffsspiel wird sich nicht von heute auf morgen verbessern.» Dennoch wolle man dem Weltmeister von 2019 bis zum Schluss Paroli bieten. Besonders freut sich Bölk auf eine tolle Kulisse, schließlich ist die Partie ausverkauft: «Das verleiht dem Handball den Charakter, den der Sport braucht.»

© dpa

Weitere News

Top News

Internet news & surftipps

Internet: Kartellamt mit härterer Wettbewerbskontrolle auch bei Amazon

1. bundesliga

Bundesliga: Bochum holt «Wunschlösung» Stafylidis aus Hoffenheim

People news

Schauspieler: Patrick Dempsey über Nachhaltigkeit

Das beste netz deutschlands

Featured: Akku-Tipps und -Tricks: So hält Dein Smartphone-Akku länger durch

Job & geld

Techniker Krankenkasse: Erwerbstätige mit Long Covid haben lange Fehlzeiten

People news

Leute: Bürgermeister der Gemeinde Sylt traut FDP-Minister Lindner

Tv & kino

Streaming : «Stranger Things» nun erfolgreichste englische Netflix-Serie

Auto news

Kultiges Comeback: Lamborghini legt den Countach neu auf

Empfehlungen der Redaktion

Sport news

EM-Qualifikation: Vertrauen für Bundestrainer Groener - Kein Spiel in Belarus

Sport news

Frauenhandball: Bundestrainer Groener nominiert Aufgebot für EM-Quali

Sport news

EM-Qualifikation: DHB-Frauen nach Niederlande-Duell mit starkem Zeichen

Sport news

EM-Qualifikation: Frust und Stolz bei Handball-Frauen nach knapper Niederlage

Sport news

Nationalmannschaft: Handball-Frauen am 3. und 5. März gegen die Niederlande

Sport news

Handball: «Müssen uns finden»: Neuer Bundestrainer vor Herausforderung

Sport news

EHF: Wegen Krieg in Ukraine weitere Handball-Spiele abgesagt

Sport news

Personalie: Gaugisch neuer Handball-Bundestrainer der Frauen