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Makkabi-Präsident fordert Task Force von DFB und DOSB

Immer wieder werden jüdische Sportvereine in Deutschland angefeindet. Makkabi-Präsident Alon Meyer findet, dass der Deutsche Fußball-Bund und der Deutsche Olympische Sportbund mehr tun könnten.
Alon Meyer
Makkabi-Präsident Alon Meyer findet, dass der Deutsche Fußball-Bund und der Deutsche Olympische Sportbund mehr tun könnten. © Fabian Strauch/dpa

Alon Meyer hat als Präsident des deutsch-jüdischen Sportverbandes Makkabi mangelnde Solidarität vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) und vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) beklagt.

«Selbstverständlich vermisse ich dort die uneingeschränkte Solidarität. Die hätte sofort kommen müssen. Zwar gab es bilaterale Gespräche, Telefonanrufe. Aber das reicht meines Erachtens definitiv nicht aus», sagte Meyer dem Deutschlandfunk.

Vielmehr bedürfe es entsprechender Konsequenzen: «Eine Task Force, die eingerichtet werden muss, um solche Hass- und Hetzparolen, die es auch bei Bundesligaspielen in der DFL gab, in Zukunft zu vermeiden», sagte Meyer. Der DFB teilte auf Anfrage mit, er verurteile «jeglichen Antisemitismus in Deutschland. Wir beobachten das Geschehen auf und neben den Sportplätzen und sind mit Makkabi Deutschland weiterhin im Gespräch.»

DFB steht «fest an der Seite Israels»

Der Verband hatte sich am Samstag erstmals nach den Terrorangriffen in Israel dazu geäußert. Vor dem Länderspiel gegen die USA hatte es eine Schweigeminute für die Opfer gegeben.

Präsident Bernd Neuendorf hatte zuvor in Gesprächen mit dem israelischen Botschafter in Berlin, Ron Prosor, und dem Präsidenten des israelischen Fußballverbandes, Moshe Zuares, die Solidarität des deutschen Fußballs zum Ausdruck gebracht. «In dieser schwierigen Situation steht der Fußball in Deutschland fest an der Seite unserer Freunde und Partner in Israel», sagte Neuendorf.

Meyer: Konflikt schwappt nach Deutschland über

Meyer warnte, für jüdische Sportler sei es aktuell gefährlicher als sonst. «Wie gefährlich, ist deutschlandweit unterschiedlich zu bewerten», erklärte Meyer, der die Gefährdungslage «vor allem im Fußballbereich, bei unterklassigen Mannschaften und A-, B-Jugendbereich, von Gegnern mit muslimisch-arabischem Hintergrund» sieht.

Der Nahost-Konflikt schwappe nach Deutschland über, sagte Meyer. Palästinensische Terroristen hatten vergangenes Wochenende im Auftrag der Hamas einen verheerenden Angriff auf israelische Zivilisten durchgeführt. Bisher sind in Israel mehr als 1300 Tote zu beklagen.

© dpa
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