Games Music Hörbücher Gymondo MyTone Alle Services
vodafone.de

Kampf gegen Antisemitismus im Sport: Meldebutton vorgestellt

Antisemitische Vorfälle gibt es auch im Sport, werden in den meisten Fällen jedoch nicht gemeldet. Das soll sich ändern.
Makkabi-Präsident
Alon Meyer: «Erst wenn die Problematik von Antisemitismus auf unseren Sportplätzen vollständig erkannt wird, kann effektiv darauf reagiert werden.» © Roland Holschneider/dpa

Antisemitische Vorfälle im Sport sollen künftig besser erfasst werden. Zu diesem Zweck wurde ein Meldebutton entwickelt, der den Vereinen, Verbänden und Fanorganisationen den Hinweis auf entsprechende Vorgänge vereinfacht.

Das vom Bundesverband Rias (Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus) in Zusammenarbeit mit Makkabi Deutschland ins Leben gerufene Projekt soll laut Initiatoren «Licht ins Dunkel bringen» und dem «Missstand im Umgang mit Diskriminierungserfahrungen im Sport begegnen».

«Der Meldebutton im Sport ist ein Meilenstein im Kampf gegen Antisemitismus», sagte Rias-Geschäftsführer Benjamin Steinitz bei der Vorstellung des Buttons im Stadion des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund. Er verwies auf eine «spürbare Zunahme antisemitischer Vorfälle als Reaktion auf die Angriffe der Hamas» am 7. Oktober. Terroristen der im Gazastreifen herrschenden Hamas hatten in Israel ein Massaker angerichtet. Israel hat seitdem mehr als 1400 Tote zu beklagen.

Viele Vorfälle werden nicht gemeldet

Trotz des noch immer weitverbreiteten Antisemitismus in der Gesellschaft und im Sport seien Melde- und Unterstützungsstrukturen oft nicht bekannt genug. Deshalb würden viele Vorfälle erst gar nicht gemeldet. So verwiesen die Meldebutton-Schöpfer auf eine Studie von 2021, wonach 83 Prozent der Vorfälle noch im privaten Umfeld besprochen werden, aber nur 54 Prozent an den eigenen Verein gemeldet werden. 38 Prozent der Fälle erreichen die Stellen des organisierten Sports und lediglich 24 Prozent die außersportliche Meldestellen.

Diesen Missstand soll der Button beheben und es erleichtern, die Meldefunktion laut Initiatoren «niedrigschwellig auf allen Webseiten einzubinden». Mit dem Aufrufen des Buttons können User Meldungen anonym abgeben, die dann automatisch und sicher an Rias zur Bearbeitung und Auswertung weitergeleitet werden.

«Erst wenn die Problematik von Antisemitismus auf unseren Sportplätzen vollständig erkannt wird, kann effektiv darauf reagiert werden», sagte Alon Meyer. Der Makkabi-Präsident beklagte, dass einige Makkabi-Sportvereine in Deutschland «ihren Spielbetrieb teilweise oder gänzlich eingestellt» hätten: «Das ist eine untragbare Situation und eine Niederlage für unsere Gesellschaft.»

© dpa
Das könnte Dich auch interessieren
Empfehlungen der Redaktion
Nintendo Switch 2: Alle Infos zu Release, Features und Co.
Games news
Nintendo Switch 2: Alle Infos zu Release, Features und Co.
Nibelungen-Festspiele
Kultur
Nibelungen-Festspiele stellen Ensemble vor
Jimmy Kimmel und Molly McNearney
People news
Jimmy Kimmel dankt Kinderklinik
Xiaomi Redmi Note 13 Pro 5G im Test: Viel drin für wenig Geld
Handy ratgeber & tests
Xiaomi Redmi Note 13 Pro 5G im Test: Viel drin für wenig Geld
Samsung Galaxy S24 FE: Wird es besser als das Galaxy S24?
Handy ratgeber & tests
Samsung Galaxy S24 FE: Wird es besser als das Galaxy S24?
Pixel-Smartphones: Update im April und März 2024 – das ist neu
Handy ratgeber & tests
Pixel-Smartphones: Update im April und März 2024 – das ist neu
Ralf Rangnick
Fußball news
Rangnick bei Bayerns Trainersuche immer mehr im Fokus
Eine Frau setzt Kopfhörer auf
Job & geld
Anspruch auf Noise-Cancelling-Kopfhörer bei Lärm im Job?