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Kämna verpasst zweiten Erfolg knapp - Costa gewinnt Etappe

Radprofi Lennard Kämna verpasst auf der 15. Etappe den zweiten Tagessieg bei der 78. Vuelta. Im Sprint muss er sich geschlagen geben. Auch ein Sturz kurz vor dem Ziel hält ihn zunächst nicht auf.
Rui Costa
Der Portugiese Rui Costa vom Team Intermache feiert auf dem Podium seinen Etappensieg. © Alvaro Barrientos/AP/dpa

Der deutsche Radprofi Lennard Kämna hat seinen zweiten Sieg bei der 78. Auflage der Vuelta verpasst. Den 27-Jährigen stoppte ein Sturz kurz vor dem Ziel nicht, erst im Sprint scheiterte er hauchdünn als Zweiter im Ziel in Lekunberri.

Nach den 158,3 Kilometern der 15. Etappe siegte der Portugiese Rui Costa, Santiago Buitrago kam auf Rang drei. Am vergangenen Sonntag hatte Kämna seinen ersten Vuelta-Erfolg gefeiert und damit jeweils einmal bei allen drei Grand Tours gewonnen.

«Ich hatte echt eine ganz gute Chance. Das war blöd von mir, so riskant in die Kurve zu gehen», sagte Kämna bei Eurosport. Seine anschließende Rückkehr an die Spitze habe ihn überrascht.

Etwa 100 Kilometer vor dem Ziel formierte sich eine Gruppe, zu der auch die deutschen Fahrer Nico Denz, der lange vorn mit dabei war, und Kämna gehörten. Der Bremer lieferte sich acht Kilometer vor dem Schluss einen sehenswerten Schlagabtausch mit Buitrago und Costa. Knapp 2,5 Kilometer vor dem Ziel stürzte Kämna leicht und die beiden Kontrahenten zogen vorbei. Er stieg aber sofort wieder auf das Rad und kam zurück.

Team Jumbo-Visma dominiert weiterhin

An der Spitze der Gesamtwertung änderte sich nichts. Einen Tag vor dem zweiten Ruhetag dominieren die drei Top-Fahrer Sepp Kuss, Primoz Roglic und Tour-de-France-Sieger Jonas Vingegaard weiter die Grand Tour. Schon zum dritten Mal nacheinander belegten die Radprofis des niederländischen Teams Jumbo-Visma die ersten drei Gesamtränge. Kuss führt mit 1:37 Minute vor Roglic. Kämna gehört dabei nicht zu den Top Ten.

Vorjahressieger Remco Evenepoel hatte sich am Samstag einen Tag nach seiner schweren Niederlage und einem Rückstand auf die Spitze von 27 Minuten mit dem Tagessieg zwar etwas rehabilitiert. Doch weiterhin beträgt sein Abstand zur Spitze satte 16:22 Minuten.

Nach dem Ruhetag am Montag erwartet die Radprofis einen Tag später eine größtenteils flach-wellige Etappe zwischen Liencres Playa und Bejes, die in einem steilen Showdown enden dürfte. Der Zielanstieg der Kategorie zwei beinhaltet auf den letzten fünf Kilometern 14 Prozent Steigung.

© dpa
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