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Greis gratuliert Mann in Gelb: Wird Rees Auftrieb geben

Michael Greis war bis Sonntag der letzte Deutsche in Gelb. Das hat ihm nun Roman Rees nachgemacht und für Begeisterung bei dem dreimaligen Biathlon-Olympiasieger gesorgt.
Roman Rees
Biathlet Roman Rees gewinnt den Weltcup in Östersund. © Anders Wiklund/TT News Agency/AP/dpa

Der dreimalige Biathlon-Olympiasieger Michael Greis drückt Roman Rees die Daumen, dass dieser das Gelbe Trikot des Führenden im Gesamtweltcup nicht gleich wieder abgeben muss.

«Vielleicht kann er es ja verteidigen, das würde ich ihm wünschen», sagte der 47-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Aber, so schränkte er ein: «Das ist natürlich noch mal eine andere Liga.» 

Rees hatte beim Auftakt im schwedischen Östersund den ersten Weltcupsieg der Karriere gefeiert und als erster Deutscher seit Greis vor fast 15 Jahren das Gelbe Trikot geholt. Greis hatte am 3. Dezember 2008 ebenfalls in Östersund das Auftakteinzelrennen über 20 Kilometer gewonnen und war dann drei Tage später in Gelb in den Sprint gegangen. Da wurde der Allgäuer aber nur 14. und musste das Leibchen an den Norweger Emil Hegle Svendsen abtreten. Seitdem hatte es kein deutscher Skijäger mehr in das prestigeträchtige Trikot des Weltcup-Spitzenreiters geschafft. 

Auch deutsche Biathletinnen stark

Rees siegte vor seinem ebenfalls überragenden Teamkollegen Justus Strelow sowie Gesamtweltcupsieger Johannes Thingnes Bö. «Wir haben heute etwas Unglaubliches erlebt und ich bin mega stolz. Vielleicht ist es ja nicht das letzte Mal», sagte Rees. Über das Gelbe Trikot wurde laut Sportdirektor Felix Bitterling im Vorfeld der Rennen am Sonntag noch «gewitzelt. Das ist jetzt ein Bonus für das Team, aber speziell für Roman. Ein weiterer Punkt, der grandios ist, an dem heutigen Tag», sagte Bitterling und kündigte an, dass die Erfolge von Rees, Strelow sowie der Damen mit Franziska Preuß (2.) und Vanessa Voigt (3.) ein bisschen gefeiert werden.

«Ich wünsche Roman, dass er es noch den einen oder anderen Tag tragen kann. Aber wenn man die Serie von Johannes Thingnes Bö anschaut, dann wird es hart», sagte der dreimalige Weltmeister Greis. Der Norweger Bö hatte in der Vorsaison inklusive WM 19 Saisonrennen gewonnen und stand mit Rang drei nun saisonübergreifend 23 Mal nacheinander auf dem Podium. 

«Romans Sieg war sensationell, das wird ihm und dem Team sicher Auftrieb geben, weil es doch etwas Besonderes ist», sagte Greis. Rees startet am kommenden Samstag im Sprint in Gelb. Zuvor stehen aber die Staffel der Frauen (Mittwoch) sowie der Männer (Donnerstag) und der Frauen-Sprint (Freitag) an.

© dpa
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