Russischer Verband in Gesprächen mit UEFA - Sperre bleibt

Seit elf Monaten sind russische Teams in europäischen Wettbewerben gesperrt. Der Verband Russlands versucht, langsam den Weg zurückzufinden. Es gibt ein Treffen mit UEFA-Vertretern.
Der Verband Russlands versucht, langsam den Weg zurückzufinden. © Christian Charisius/dpa

Auch nach Gesprächen des russischen Verbands RFU und der Europäischen Fußball-Union UEFA bleiben Teams aus Russland für europäische Wettbewerbe bis auf Weiteres gesperrt. Eine russische Delegation traf sich nach dpa-Informationen mit UEFA-Vertretern in Nyon.

Zentrales Thema sei die mögliche Rückkehr russischer Teams in die internationalen Wettbewerbe gewesen, teilte der RFU der Nachrichtenagentur Interfax zufolge mit. Der Dialog soll demnach fortgesetzt werden. Das nächste Treffen sei für Februar terminiert worden. Die UEFA kommentierte das Treffen nicht.

Thema offiziell nicht auf der Agenda

Der britische Sender Sky News hatte berichtet, dass der Ausschluss bis zu einem Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine aufrechterhalten bleiben solle. Dieser Bann könnte auf europäischer Ebene vom UEFA-Exekutivkomitee aufgehoben werden. Das Gremium trifft sich am Mittwoch - das Thema Russland steht offiziell nicht auf der Agenda.

Ende Februar 2022 waren alle russischen Nationalteams und Vereinsmannschaften wegen der Invasion Russlands in die Ukraine auf unbegrenzte Zeit von Wettbewerben der UEFA und des Weltverbands FIFA ausgeschlossen worden. Unter anderem darf die russische Männer-Nationalmannschaft nicht an der Qualifikation zur Europameisterschaft 2024 in Deutschland teilnehmen.

Zuletzt hatte der russische Verband einen möglichen Austritt aus der UEFA und einen Wechsel zur Asiatischen Fußball-Konförderation AFC beraten. Dies hat sich jedoch inzwischen zerschlagen, die Mehrheit der russischen Verbandsführung entschied sich gegen einen Austritt aus der UEFA. «Die Brücken sind noch nicht abgebrannt», begründete Verbandschef Alexander Djukow vor einigen Wochen, dass der RFU einen Weg zurück in die europäischen Wettbewerbe sucht.

© dpa
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