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DHB-Team mit einem Neuling und vier U21-Weltmeistern zur EM

Handball-Bundestrainer Gislason setzt bei der Heim-EM auf einen Mix aus Jugend und Routine. Mit dabei sind Europameister von 2016, U21-Weltmeister und ein Debütant.
EM-Kader
Der Kader für die Heim-EM der Männer steht fest. © Andreas Gora/dpa

In seiner gewohnt nüchternen, isländischen Art erklärte Handball-Bundestrainer Alfred Gislason sein mit Überraschungen gespicktes Aufgebot für die Heim-EM im Januar.

Mit einem Mix aus jungen Wilden und gestandenen Routiniers will die DHB-Auswahl den nächsten Schritt zurück in die Weltspitze gehen und acht Jahre nach dem EM-Triumph das nächste Wintermärchen schreiben. 

«Das ist unser bestmögliches Aufgebot. Ich bin zuversichtlich, dass wir eine sehr gute Mannschaft stellen können. Ich bin optimistischer, als ich noch vor sechs Wochen war», sagte Gislason am Donnerstag. Schon am kommenden Mittwoch beginnt mit einem dreitägigen Kurz-Lehrgang in Frankfurt am Main die Vorbereitung.

Viel gereist, viel beobachtet

Mit Torhüter Andreas Wolff, Linksaußen Rune Dahmke, Rückraumspieler Kai Häfner und Kreisläufer Jannik Kohlbacher berief Gislason vier Europameister von 2016 in das 19-köpfige Aufgebot. «Ich hoffe, dass wir die 19 gesund durchkriegen und wir sie nicht ersetzen müssen», sagte Gislason, hinter dem reiseaufwändige Monate liegen. 

Um die richtige personelle EM-Mischung für die Medaillen-Mission zu finden, tingelte der Bundestrainer wochenlang durch die Bundesliga-Hallen. «Viel beobachtet und ausführliche Datenbanken gesammelt», berichtete der kühle Isländer, der nur am Spielfeldrand zum brodelnden Vulkan werden kann. 

Ein explosiver Debütant

Vier U21-Weltmeister um Torwart David Späth, die Rückraumspieler Renars Uscins und Nils Lichtlein sowie Kreisläufer Justus Fischer, die schon bei den Testspielen im November dabei waren, sind dem Coach bei seinen Erkundungstouren besonders ins Auge gestochen. «Kein Spieler ist in diesem Kader, weil er U21-Weltmeister wurde oder jung ist. Die vier Leute sind da, weil sie sehr gut in ihren Vereinen gespielt haben», stellte Gislason klar. 

Fischer ist mit 20 Jahren der Jüngste im DHB-Team, Rechtsaußen Patrick Groetzki mit 34 Jahren und 171 Länderspielen der Erfahrenste. Erstmals dabei ist Martin Hanne. Der 22 Jahre alte Rechtshänder vom Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf ist ein Kandidat für den linken Rückraum. «Ein Spieler, der extrem explosiv ist, sehr gut im Mann gegen Mann», begründete Gislason seine Entscheidung.

Weltrekord-Kulisse zum Auftakt

Nicht nominiert wurde hingegen Torhüter-Routinier Silvio Heinevetter, der aber weiterhin zum 35er-Kader gehört, aus dem sich Gislason während des Turniers für mögliche Wechsel bedienen kann. Auch Erlangens Kreisläufer Sebastian Firnhaber fehlt nach seinem Kreuzbandriss. Dass die langjährigen Leistungsträger Paul Drux, Fabian Wiede, Julius Kühn und Hendrik Pekeler nicht dabei sind, war bereits bekannt. 

Wie vor allem die jungen Spieler mit der Euphorie im Land umgehen, wird sich schon im Auftaktspiel am 10. Januar gegen die Schweiz zeigen. Eine Weltrekordkulisse von 50 000 Fans wird dem DHB-Team von den Rängen der Düsseldorfer Fußball-Arena frenetisch zujubeln. Weitere Vorrundengegner sind Rekord-Weltmeister Frankreich und Nordmazedonien. Die ersten zwei Teams der Gruppe erreichen die Hauptrunde.

Generalprobe gegen Portugal  

Zu EM-Zielen äußerte sich Gislason am Donnerstag nur floskelhaft. «Ziel des Trainers ist es, das erste Spiel zu gewinnen», sagte der 64-Jährige mit Blick auf den prickelnden Auftakt gegen die Eidgenossen. Dem NDR hatte der Isländer unlängst gesagt, dass der Einzug ins Halbfinale ein Traum wäre. Sportvorstand Axel Kromer ergänzte: «Es macht keinen Sinn, ein Ziel auszugeben. Jedes Spiel will gewonnen werden. Das wird kein bisschen wahrscheinlicher, wenn der DHB eine Zielvorgabe gibt».

Den Feinschliff für die Medaillen-Mission holt sich die DHB-Auswahl nach der Weihnachtspause in Frankfurt sowie nach Silvester in Brunsbüttel. Vor dem Auftaktspiel gegen die Schweiz stehen am 4. und 6. Januar noch zwei Testspiele gegen Portugal an. 

© dpa ⁄ Jordan Raza und Eric Dobias
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