Favoritensiege und üble Verletzungen in den DEL-Playoffs

10.04.2022 Die Top-Drei-Teams der DEL-Vorrunde starten mit Siegen ins Playoff-Viertelfinale. Auch Mannheim beginnt besser, als es die Hauptrunde beendet hat. Für Schreckmomente sorgen zwei Verletzungen.

Marcel Noebels (M) brachte die Eisbären gegen die Haie in Führung. © Andreas Gora/dpa

Der erste Viertelfinal-Spieltag in den Playoffs der Deutschen Eishockey Liga ist von zwei heftigen Verletzungen überschattet worden.

Beim 5:0 (2:0, 1:0, 2:0) der Grizzlys Wolfsburg im Nordduell gegen die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven musste Grizzly-Kapitän Sebastian Furchner benommen mit einer Trage vom Eis transportiert werden. Später in München beim 4:2 (1:1, 1:1, 2:0) gegen die ohnehin stark ersatzgeschwächte Düsseldorfer EG bekam DEG-Verteidiger Nicolas Geitner einen Puck mit voller Wucht ins Gesicht geschossen und musste ebenfalls ins Krankenhaus gebracht werden.

«Das ist immer schrecklich, so etwas mit anzusehen», sagte Geitners Teamkollege Alex Ehl bei MagentaSport. Die Düsseldorfer mussten das Spiel mit nur fünf Verteidigern beenden, da bereits drei wichtige Abwehrspieler fehlten: Neben dem schon länger verletzten Nationalspieler Marco Nowak und Kyle Cumiskey, der sich in den Pre-Playoffs gegen Nürnberg verletzt hatte, war auch Bernhard Ebner nicht dabei. Der 31-Jährige war kurz zuvor Vater einer Tochter geworden. Trotz der Ausfälle bot die DEG einen harten Kampf.

Furchner verletzt

Noch heftiger war der Ausfall von Routinier Furchner, der von Sanitätern auf dem Eis versorgt werden musste. «Ich habe noch keine genaue Info. Ich glaube aber, dass er zumindest sprechen konnte. Seine Bewegungen anschließend sahen okay aus», sagte Grizzly-Trainer Mike Stewart. Der Ex-Wolfsburger Phillip Bruggisser hatte den bald 40-Jährigen an der Bande erwischt und dafür eine Zwei-Minuten-Strafe bekommen. Sein Check war aber eher unglücklich als unsauber.

Am Nachmittag hatten Titelverteidiger Eisbären Berlin und die Adler Mannheim knappe Siege errungen. Matchwinner für die Eisbären beim 2:1 (0:0, 2:0, 0:1) gegen die Kölner Haie war Nationalstürmer Leo Pföderl in seinem ersten Spiel nach langer Verletzungspause. Den ersten Treffer durch Marcel Noebels (21. Minute) legte Pföderl auf und schoss das zweite Tor (31.) selbst. Für die Haie, die sich als Hauptrunden-Zehnter in den Pre-Playoffs für das Viertelfinale qualifiziert hatten, traf vor 10 692 Zuschauern Lucas Dumont (54.).

Mannheim gewann 3:2 (1:1, 1:0, 1:1) bei den Straubing Tigers und nahm den Niederbayern damit den Heimvorteil. Jordan Szwarz traf doppelt (12./59.) für das Team von Trainer Bill Stewart. Zum Einzug ins Halbfinale sind drei Siege notwendig, die nächsten Spiele der Serien finden am Dienstag statt.

© dpa

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