WM in Rom: Stolze Müller/Tillmann im Viertelfinale

Svenja Müller und Cinja Tillmann sind das letzte deutsche Team bei der Beachvolleyball-WM. Das Erreichen des Viertelfinals ist schon ein Erfolg. Überraschend kommt er aber nicht.

In der Hitze von Rom sind Svenja Müller und Cinja Tillmann cool geblieben und haben als einziges deutsches Team bei den Beachvolleyball-Weltmeisterschaften das Viertelfinale erreicht.

«Wir haben uns jetzt von Spiel zu Spiel gesteigert. Und darum bin ich sehr stolz, dass wir das geschafft haben», sagte Cinja Tillmann nach dem 2:1-Sieg gegen die starken Amerikanerinnen Terese Cannon und Sarah Sponcil.

Müller/Tillmann ziehen in die Runde der letzten Acht

Zuvor waren Karla Borger und Julia Sude als vorletztes der insgesamt fünf deutschen Paare ausgeschieden. Die Stuttgarterinnen scheiterten im Achtelfinale an den Kanadierinnen Sophie Bukovec und Brandie Wilkerson mit 1:2 (21:19, 19:21, 10:15).

Nachdem die 21-jährige Müller und die fast zehn Jahre ältere Tillmann den ersten Satz mit 19:21 abgeben mussten, wurde das neuformierte Duo immer besser. Mit 21:16 und 15:11 holten sie sich bei Temperaturen um 35 Grad die nächsten beide Durchgänge. «Man versucht, das zu überleben und schnell wieder runter zu kühlen», meinte Svenja Müller über die Hitze. «Es ist aber ganz gut, dass man nicht über alles nachdenken kann, sondern nur über das Nötigste.»

Durch den Einzug in die Runde der letzten Acht haben die beiden den fünften Platz schon sicher. Doch das Team, das in diesem Jahr seine erste vollständige Saison spielt, will mehr. «Wir wollen jedes Spiel unsere beste Leistung zeigen, die möglich ist. Und wir freuen uns, dass es jetzt weitergeht», sagte Cinja Tillmann.

Australisches Duo wartet im Viertelfinale

Im Kampf um den Einzug ins Halbfinale geht es für sie am Freitag gegen Olympia-Zweiten Taliqua Clancy/Mariafe Artacho del Solar. Die Australierinnen hatten am Mittwoch in der Runde der letzten 32 die ebenfalls in Hamburg trainierenden Sandra Ittlinger/Isabel Schneider glatt mit 2:0 besiegt.

Der bislang starke Auftritt von Müller/Tillmann kommt nicht überraschend. Im Mai hatten sie in Ostrava das Elite-16-Turnier, die höchste Kategorie in der neuen Beach Pro Tour, gewonnen.

Svenja Müller/Cinja Tillmann und Karla Borger/Julia Sude waren die einzigen deutschen Teams im Achtelfinale. Neben Sandra Ittlinger/Isabel Schneider waren am Mittwoch auch die deutschen Meisterinnen Chantal Laboureur/Sarah Schulz aus Stuttgart in der Runde der letzten 32 hängengeblieben. Für das einzige Männer-Team, Nils Ehlers/Clemens Wickler aus Hamburg, kam in der ersten K.o.-Runde ebenfalls das frühe Aus.

© dpa
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