Reihenfolge der NFL-Spiele in München und Frankfurt offen

10.02.2022 Im Dezember gab die NFL seine Verpflichtung bekannt, seit Anfang des Monats ist Alexander Steinforth auch offiziell Deutschland-Chef der National Football League. Erste ganz große Herausforderung: Bis zum Herbst das erste NFL-Spiel in München organisiert bekommen.

Alexander Steinforth ist der Deutschland-Chef der NFL. © Maximilian Haupt/dpa

Die NFL kommt nach Deutschland. Schon im Herbst trägt die beste Football-Liga der Welt erstmals ein Hauptrundenspiel in München aus. Im Interview der Deutschen Presse-Agentur äußert sich der neue Deutschland-Chef Alexander Steinforth über die Prozesse und Absichten der NFL.

Sind die vier Spiele in München und Frankfurt abwechselnd oder gibt es da einen anderen Rhythmus?

Alexander Steinforth: Wir haben in einem ersten Schritt München 22 fix gemacht und wir wissen, wir spielen zwei in München und zwei in Frankfurt. Wir haben jetzt noch nicht die Jahre danach fixiert, von daher erst mal Fokus auf 2022. Die große Herausforderung wird, in relativ kurzer Zeit zum ersten Mal ein Regular-Season-Spiel der NFL in Deutschland aufzugleisen. Im Laufe des Jahres und wenn das Spiel gespielt ist werden wir natürlich eng mit München und Frankfurt sprechen und gucken, wie es am besten passt. Das sind superkomplexe Prozesse, auch weil wir mit der DFL sprechen müssen, was Terminierungsmöglichkeiten angeht. Das wird sich im Laufe des Jahres entscheiden.

Welche Hürden gab es denn?

Steinforth: Wir haben mit drei Städten bis wirklich ganz zum Ende gesprochen, mit Düsseldorf, Frankfurt und München. Mit drei Städten bedeutet, wir haben mit der Stadt, mit dem Land und mit dem Club und dem Stadionbetreiber gesprochen. Für uns war klar, wir wollen das beste Paket für die NFL und für American Football in Deutschland rausbekommen. Deswegen waren das drei parallel laufende Prozesse, wo wir immer geschaut haben, wie kommt man zusammen. Was ist das Land bereit rein zu packen, was ist die Stadt bereit rein zu packen, natürlich immer gematcht durch die Ausgaben der NFL. Was kann man im Stadion hinbekommen. Am Ende ist auch wichtig, dass wir die DFL (Deutsche Fußball Liga, Anm.) mit an Bord haben, weil wir da eine Partnerschaft anstreben und gucken, wie wir uns gegenseitig unterstützen können.

Wer zahlt denn wem Geld?

Steinforth: Am Ende ist es auf jeden Fall so, dass die NFL investiert. So ein Spiel auf die Beine zu stellen ist unheimlich teuer von der Logistik und allem, was damit einhergeht. Teams sind deutlich, deutlich größer, als zum Beispiel im Fußball. Was auch klar ist: Wir wollen da ein ganz tolles Event drumherum bauen. Es soll nicht nur das eine Spiel sein. Das Spiel an sich ist eben teuer, aber das Ziel ist auch, dass wir ganzjährig präsent sind in Deutschland. Die Liga wird Geld in die Hand nehmen, um beispielsweise Flag Football zu finanzieren.

Wie wird denn die Zusammenarbeit mit der European League of Football ELF aussehen?

Steinforth: Wir freuen uns über die Initiativen und finden es toll, dass es so viele Entwicklung im Football in Deutschland gibt. Ich bin offiziell erst seit sieben Tagen an Bord und habe noch nicht viele Gespräche geführt, aber ich weiß, das erste Gespräch ist im Kalender. In welche Richtung sich das dann entwickelt, werden wir sehen. Aber es ist klar, wir wollen mit allen Stakeholdern zusammenarbeiten.

Wie entscheidet sich denn, welche Mannschaften das erste Spiel in Deutschland austragen? Werden das zwei der vier sein, die Marketingrechte in Deutschland haben, also die Kansas City Chiefs, die New England Patriots, die Tampa Bay Buccaneers und die Carolina Panthers?

Steinforth: Die haben natürlich extrem großes Interesse und wollen unbedingt in Deutschland spielen. Am Ende ist so ein Prozess, einen Spielplan aufzustellen, unheimlich komplex. Da sprechen die Eigentümer mit, die sportlich Verantwortlichen mit. Erst werden wir das Heimteam verkünden und dann, wenn der Spielplan der NFL raus kommt, wird man sehen, wie die Partie insgesamt aussieht. Im späten Frühjahr wissen die Fans das.

ZUR PERSON: Alexander Steinforth ist offiziell seit Anfang des Monats der Deutschland-Chef der NFL und trägt den Titel General Manager. Der ehemalige Unternehmensberater aus Düsseldorf hat zuletzt für die Deutsche Sport Marketing gearbeitet und war zuvor u.a. bei Fortuna Düsseldorf und Manchester United angestellt.

© dpa

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